„88(O) 888- 187 gluͤhung/ nur den Geruch zum Richter nehmen darff/ den/ in dem braunen hinweg gehenden Rauch/ offenbahren Spiritum Nitri und Salis zu erkennen. Oder man Geſtillire es mit ge⸗ buͤhrlicher Verwahrung wider das Uberlauf⸗ fen heruͤber/ und examinire den Spiritum durch Anſchieſſen mit Alcali. Oder ſchlage die Lau⸗ ge ſelbſt beſagter maſſen mit Alcali nieder. Was vor Tieffſinnigkeit aber bedarff es wohl zu errathen/ was nun dieſes Weſen in der Mutter⸗Lauge geweſen? So viel iſt leicht zu erkennen/ daß ſich auch dieſer/ ſonderlich der nitroſiſche Spiritus, durch gelindes Gluͤhen/ ja noch wohl durch Gewalt nicht ſo vollkommen aus dem Kalch abtreiben laſſe: Wie der Bal⸗- duiniſche Phosphorus genugſam bezeuget. Nur verſtehe ich/ daß man deſſen allen wegen kein ſolch Wunder aus dem Handel zu machen ha⸗ be; ſondern mit kurtzer Hand/ ſo weit man will/ darinnen reichen koͤnnte/ wann man Kalch in Spiritu Nitri oder Salis ſolviret/ oder in bey⸗ den zugleich/ und wieder ſo viel man kan/ da⸗ von heruͤber treibet. Billig kan man ſagen/ das waͤre zu koſtbar; aber eben deswegen/ weil das andere an ſich unkoſtbar/ iſt auch albern/ es in ſo hohen Preiß zu ſetzen/ und noch gar Heimlichkeiten darinnen zu ſuchen. vid. Stahls Tr. von Saltzen p. 132. ſeq.
Was Glauber aus ſeinem Alcaheſt, welcher nichts anders als ein deliqueſcirtes Nitrum fi- um iſt/ vor Weſens gemacht/ und was er
— dem⸗


