186 83(0O) 88⸗
chen zu belegen/ und uͤber die Gebuͤhr heraus zu ſtreichen/ welches dann auſſer allem Zweiffel die wahre Urſache iſt/ warum er allhier die Magneſiam albam mit Stillſchweigen uͤber⸗ gangen.
Unterdeſſen hat er doch aus ungefaͤrbter Liebe zur Wahrheit ſich nicht entbrochen an⸗ derwerts/ ſowohl/ was dieſes/ ſo ſehr geruͤhm⸗ te Medicament eigentlich ſey/ als was von deſ⸗ ſelben ſo hoch geprieſenen Kraͤfften zu halten⸗ aufrichtig zu erkennen zu geben. Nemlich daß es nichts anders ſey/ als ein/ aus der nicht mehr anſchieſſenden/ ſogenannten Mutter⸗Lau⸗ ge des Salpeters /vermittelſt eines Alcali nie⸗ dergeſchlagener/ und vorhin darinn verbiſſener Kalck/ welcher ſich weiß præcipitiret/ worauf ſich das Klare criltalliſiret/ und wo nicht Salpe- Iſhe⸗ doch Roch⸗ ſaltzigte Criſtallen⸗Art ab⸗ giebet.
Ich bin zuwar nicht geſonnen(faͤhret er da⸗ ſelbſt fort) von Mediciniſchen Vorgeben in die⸗ ſen Chymiſchen Bemerckungen viel einzumi⸗ ſchen; will aber doch nur aufs kuͤrtzeſte beruͤh⸗ ren/ was man oͤffters vor Weſen zu machen pflege/ ohne den einfaͤltigen Grund anzuſehen. Was vor Redens und theurer Preiß von der ſogenannten Magnelia alba einige Jahre her gemacht worden/ iſt biß zum Verdruß be⸗ kannt; was iſt ſie aber doch anders/ als eben der/ in der Mutter⸗Lauge noch ſolvirt geſteckte Kalch. Daher man ja bey ihrer gelinden Aus⸗
gluͤhung/
öäͤAͤenee
—-—— a2„
—


