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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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34 9(o) 885- aber eine haͤuffige und oͤffters anſchlagende Keuchtigkeit/ es geſchehe nun ſolches auf was

Weiſe

ihren Wohnungen fuͤhren laſſen koͤnnen. Dieſe

Erde wird auf einen Hauffen geſchuͤttet/ und der freyen Lufft exponiret: und wenn es nicht gleich darauf regnet/ mit Lauge begoſſen/ welches aber nicht noͤthig, wenn ſich der Regen einfindet. Nach⸗ hero wird ſie ausgelauget/ und der Ruͤckſtand als⸗ dann alſo naß wieder auf beſondere Hauffen ge⸗ ſchlagen/ da ſie dann in freyer Lufft trocknet/ und allmaͤhlich wieder mit Salpeter angereichert wird. Wann ſie trocken/ wird ſie magere Erde genen⸗ net/ und zu der fetten Erde/ welches diejenige ei⸗ gentlich iſt/ die aus den Schaaf⸗Staͤllen gehohlet wird/ geſetzet/ da ſie dann die uͤbrige Fettigkeit der⸗ ſelben theils verzehret/ theils auch das in ihr von neuen wieder erwachſene Salpeter-Weſen mit bey⸗ traͤget. So offt ſie aber ausgelauget worden/ ſo offt wird ſie wieder auf die Hauffen geſchlagen/ und generiret alſo in inſinitum Salpeter/ inſonder⸗ heit wann ihr mit Laugen und anderen Zuſaͤtzen ge⸗ holffen wird. Ich habe auch auf verſchiedenen Sal- peter-Siedereyen geſehen/ daß man dieſe Erde in denen Hauffen mit Aſche von Stroh und weichem Holtz verſetzet/ und derſelben damit zu helffen ver⸗ meinet habe: Es ſtehen auch die Sieder allerdings in den Gedancken/ daß der an ihre Erd⸗Hauffen an⸗ ſchlagende Regen vieles zur Erzeugung des Salpeters

eytrage. Zwar habe ich verſchiedene gefraget/ ob ſie die Umſtaͤnde von dem Laugen⸗Aufgieſſen/ von dem zuſetzen der mageren Erde/ von dem Verſetzen mit Aſche/ und von dem anſchlagen⸗

enden Regen nicht nach ihrem eigentlichen Grun⸗

e verſtuͤnden/ und ſeldige an ihrem gehoͤrigen Or⸗ te zuordnen/ und zu ihrem Vortheil zuverbeſſern wuͤſten; allein dieſes waren ihnen Boͤhmiſche Doͤrffer.