8(0O) S 23 Ein Exempel von einer andern Art iſt die⸗
ſes: Wann Waͤnde von Schlamm⸗ Erde und Stroh aufgeſetzet C) und mit einer Rin⸗ de von Kalck uͤberzogen werden; Alsdann
B 4 aber
ſind ebenfalls ſo dick mit dergleichen Salperer uͤber⸗ zogen/ daß man kaum davor etwas vor dem Fel⸗ ſen ſehen kan. Etwas dergleichen kan man in groſſen Staͤdten und Veſtungen/ unter den gewoͤlb⸗ ten Thoͤren/ welche in den Waͤllen eingefaſſet/ und mit Erde bedeckt ſind/ wahrnehmen. Denn obgleich nur das bloſſe/ durch ſolche Erde allmaͤhlich hin⸗ durch dringende Regen⸗Waſſer, ſich auf derglei⸗ chen Gewoͤlbe ſencket/ und endlich durchtrieffet; ſo ſiehet man doch nichts deſtoweniger theils von ſolchen Gewoͤlben eine Art von Eißzapffen herab haͤngen/ theils bemercket man an den Seiten des Gemaͤuers/ worauf das Gewoͤlbe ruhet/ daß ſich/ ſo wie das Waſſercherab geronnen/ eine trockene/ zuweilen ziemlich aufgehaͤuffte Rinde/ in Geſtalt der Eißzapffen an die Mauren geleget, die ich an einigen Orten/ wohl zwey/ biß drey Finger dick befunden. Dergleichen Concreta aber geben faſt gar kein Saltz/ ſondern beſtehen aus einer tauben/ Alaun-oder Borax- artigen Erde/ welche ſich ver⸗ mittelſt der dazu gehoͤrigen Hand⸗Griffe und Zuſaͤtze zu Glaß ſchmeltzen laͤſſet.
(*) Im Halberſtaͤdtiſchen und Magdeburgiſchen/ wie auch an verſchiedenen Orten in Sachſen und Thuͤringen/ befriedigen die Land⸗Leute ihre Hof⸗ Stellen mit dergleichen Waͤnden. Wenn dieſe ei⸗ ne geraume Zeit geſtanden; ſo zeuget ſich Salpe- ter darinnen/ ob ſie gleich nicht mit Kalch uͤberzo⸗
en worden. Dahero haben die Salpeter-Sieder in dieſen Landen die Freyheit/ daß ſie dergleichen Waͤnde nach und nach abſchaben/ und endlich die⸗ ſelben gar einſchlagen/ und die Erde davon nach
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