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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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22(O) Ser kommet/ erinnere ich mich/ ein gar beſonders und merckliches Exempel von dieſer Gattung/ in einem gewiſſen praͤchrigen Jagd⸗Hauſe/ der Durchlauchtigſten Herren Hertzoge von

Sachſen geſehen zu haben/ nemlich in der al⸗

ſo genannten Zielbach/ im Hennebergiſchen Gebieth/ welches vor dieſen denen Waymar⸗ ſchen/ heutiges Tages aber nach der geſchehenen

neuen Theilung des jeniſchen Antheils/ denen

Herren Hertzogen von Eyſenach gehoͤret. Denn da befindet ſich im Queer⸗Gebaͤu ein ſehr ſchoͤner und geraumer Wein⸗Keller/ und auf deſſen Schwiebogen oder Gewoͤlben ſte⸗ het ein groſſer Pferde⸗Stall; Wannenhero dann der Kalch/ womit die Gewoͤlbe uͤber⸗ tuͤncht ſind/ von dem/ durch die Steine und Fugen hierdurch gedrungenen Pferde⸗Harn/ hin und wieder dergeſtalt zerfreſſen und zerloͤ⸗ ſet worden/ daß von den Hoͤhlungen dieſer

Gewoͤlber hie und da viele/ groſſe/ und et⸗ was hohle Eißzapffen herab haͤngen/() welche einen ſolchen Mauer⸗Salperer dar⸗

ſtellen.

(* In Weiſſenfels in des Herrn Hof⸗Predigers Hau⸗ ſe/ iſt ein ſehr tieffer/ in Felſen gehauener Keller/ woruͤber noch 2. andere dergleichen Keller befind⸗ lich ſiud. In ſelbigen troͤpffelt beſtaͤndig eine Naͤſſe durch ausgehoͤhlte Eißzapffen ein/ und wann ſel⸗ bige zu Boden faͤllet/ wird ſie zu Salpeter, welcher

aber ſo hart/ daß er kaum mit Haͤmmern kan zer⸗

ſchlagen werden. Die Waͤnde von dieſem Keller

Ein