99(o) 88 25 Weiſe es immer wolle/ dieſe Schlamm⸗ Waͤnde durchdringet; ſo kommet daſelbſt/ nachdem das Stroh allmaͤhlich verfaulet/ ein ſolches Salpetrichtes Saltz zum Vorſchein/ welches als eine zarte weiſſe Wolle durch die Kalch⸗RKinde herdurch waͤchſet/ und bald in die Augen faͤllet.
Von der letztern Gattung/ nemlich von der kuͤnſtlichen Erzeugung des Salpeters(*) fin⸗ det man in denen groſſen Veſtungen hin und wieder einige Exempel. Da nemlich die
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(†) Der Herr Autor hat allhier die Marerie von der kuͤnſtlichen Erzeugung des salpeters nur mit gar we⸗ nigen beruͤhret/ jedoch in ſeinen andern Schrifften hin⸗ und wieder gar ſchoͤne Nachrichten davon ge⸗ geben. Weil ich nun verſichert bin/ daß den meh⸗ riſten Leſern am meiſten damit gedienet ſeyn wird/ wann ſie hievon etwas recht gruͤndliches/ und zu Bewuͤrckung eines Oeconomiſchen Vortheils ge⸗ reichliches vorfiuden: ſo habe das hieher gehoͤrige in einem beſondern Anhange zu dem erſten Theil die⸗ ſes Tractats zuſammen getragen/ und damit/ mei⸗ ner Meynung nach/ zur kuͤnſtlichen Erzeugung des Salpeters ſo viel Anleitung gegeben/ daß ein ver⸗ ſtaͤndiger/ arbeitſamer/ und curioſer Verſucher ſich leichtlich wird helffen/ und den verlangten Nutzen erlangen koͤnnen. Daß man aber alles miteinan⸗ der in ſeiner voͤlligen Connexion, dem Buchſtaben nach beſchreiben/ und es einem jedem/ der weder Verſtand noch Luſt gehabt/ zu erfahren/ was der⸗ gleichen Verſuche/ vor Zeit/ Muͤhe/ Nachdencken und Koſten erfordern/ gleichſam proſtituiren ſolte; ſolches wird mir von niemanden mit Recht ange⸗ muthet werden koͤnnen.


