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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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Hergegen kommet es an ſolchen Mauren g ſchnell und haͤuffig zum Vorſchein/ welche ge mit dem Harn von allerhand Thieren/ inſon⸗ oi derheit aber mit Menſchen⸗Schaaf⸗Ziegen⸗

oder Pferde⸗ Harn oͤffters beſprenget wer⸗ h den/ C) oder deren Fugen/ Ritzen und et. was lockere Sreine von dergleichen Harn an durchdrungen worden; oder auch an ſolchen an

Mauren/ denen von den Jaliniſch⸗ſchwefe⸗ au lichten de

tel geſchahe: ſo ließ eine nahe dabey ſtehende Stall⸗ el Mauer von eben dieſer Dicke/ welche gleichfalls ii mit Muſchel⸗Kalck gebauet/ und gegen Nord⸗ Weſt aufgeſetzet worden/ von innen mit einem/ auf gewiſſe Art preparirten Leim/ Fingers dick beſtrei⸗ chen/ und als es etwas trocken worden/ mit Stein⸗ h Kalch uͤberweißen. Wie dieſes etwann drey vier⸗ tel Jahre alſo geſtanden; wuchs gleichfalls ein Slocken⸗ Salpeter, und zwar in ziemlicher Nenge= heraus; welcher ſich nach gethanen Zuſatz gar gut b

criſtalliſiren lieſſe. Dieſes Wachſen daurete eine zeitlang/ endlich aber ward der gebrauchte Leim an der Mauer ſo muͤrbe/ daß er mehrentheils von ſelbſt/ wie ein feiner Sand abrieſelte/ und das ab⸗ gerieſelte gab nach geſchehener Auslaugung und 4 erhaltenem Zuſatz eine weit groͤſſere Menge ange⸗ ſchoſſenen Salpeter, als ich vorhin aus den Flocken erhalten hatte. (*) Der Herr Autor giebt hievon folgendes artiges Experiment in ſeinen fundamentis Chymiæ dogma- ticæ& experimentalis Cap. 3.§. 25. Man nimmt einige/ vom Toͤpfſer gemachte(etwas dicke) und unverglaſurte Roͤhren/ fuͤllet ſolche mit Saltz/ vermacht darauf beyde Enden/ und befeuchtet die Röͤhren von auſſen mit einem mittelmaͤßig⸗gefaule