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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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899(O) S8 19 menſchliches Fleiſſes. Auf beyderley Weiſe aber muͤſſen gewiſſe Materien/ welche ſchlech⸗ terdings von einerley Art ſind darzwiſchen kommen: Welches dort von ohngefehr/ und weil es die Gelegenheit ſo mit ſich bringet: hier aber nach der wuͤrcklichen Abſicht der Menſchen/ und vorhergaͤngiger willkuͤhrlichen Anordnung geſchiehet.

Denn es giebt allenthalben unzaͤhlig viel Mauren/ unter welchen keine eintzige/ auch ſo gar nach ſehr langer Zeit/ die geringſte Spur von Salpeter an ſich zeiget: Herge⸗ gen bringet eine ſolche Mauer/ ob ſie gleich nur ſehr wenige Jahre geſtanden/ dieſes Saltz zeitig genug hervor/ wenu man etwas Sali- niſch⸗ſchweflichtes/ mit einer maͤßigen Keuch⸗ tigkeit vermengtes/ daran ſprenget. Dahe⸗ ro waͤchſt dieſer Salpeter keinesweges an ſol⸗ chen Mauren/ welche entweder ſehr offt/ oder

wohl gar beſtaͤndig von dem anſpuͤlenden

Waſſer benetzet werden.(*) B 2 Her⸗

(*) Ich kan dem Leſer verſichern/ daß ich eine mit Muſchel⸗Kalch gegen Nord⸗Weſt aufgeſetzte Mauer eines Wohnhauſes/ welche uͤber einen Fuß⸗ dick/ geſehen/ und zum oͤfftern mit Fleiß be⸗ trachtet. Dieſe gab allemahl des Winters eine gewiſſe Quantitaͤt Slocken⸗oder Blumen⸗Salpe- ter, obgleich die Mauer von auſſen von allen/ mit den Nord⸗Weſt⸗ und Sud⸗Weſt⸗Winden fallen⸗ den Regen beſtaͤndig beſtrichen und angeſpulet wur⸗ de. Weil ich nun gewiß wuſte/ daß das Auswach⸗ ſen des Salpeters gllhier gantz von ohngefehr