14 893(0) 88
vermittelſt der Einkochung zum Vorſchein koͤmmet/ gleichet einem ſolchen Salmiac, der aus einem jedem fluͤchtigem urinoßſchen Saltz und aus dem Salpeter⸗Geiſt/ wann beyde nit einander vermenget werden, zu erwachſen pfleget.
Wenn dieſe/ mit Aſchen und ungeloͤſch⸗ tem Kalch gehoͤrig geſaͤttigte Lauge/ einge⸗ ſotten/ und zum Anſchieſſen hingeſetzet wird: ſo waͤchſet ſie in laͤnglichte/ und nach Art der Spieße zugeſpitzte Criſtallen zuſammen. Wann aber eine ſolche Saͤttigung mit dieſer alcaliſch⸗ Saliniſchen Lauge nicht vorher gegangen: ſo bleibet die Materie allezeit fluͤßig/ ja ſie ver⸗ ſchwindet und verdunſtet ſelbſt unter dem ſtar⸗ cken Sieden/ alſo daß die Sieder keinen Salpeter, oder doch ſo wenig/ daß es der Muͤhe keinesweges verlohnet/ uͤberkommen. Weß⸗ falls dieſelben insgemein zu aberglaͤubiſchen Dingen ihre Zuflucht zu nehmen/ und den verungluͤckten Erfolg/ denen Bezauberungen boͤſer Leute abgeſchmackter Weiſe zuzuſchrei⸗ ben pflegen.
Es werden auch die Salpeter⸗Sieder nicht leichtlich zur Auslaugung ihrer Salpeter⸗Er⸗ de ſchreiten/ wann dieſelbe noch naß iſt: ſon⸗ dern ſie laſſen dieſelbe zuforderſtzeine ziemliche Zeit in der Lufft an einem ſchatrichten Ort zur Austrocknung liegen: und es iſt kein Zweiffel daß derſelben unter dieſer Behand⸗ ſung noch eine gantz beſondere Veraͤnderung zu⸗
S ☛l2
—== ee
— —
7
— —


