12 99(O) 8 den ſelbſt/ welche zu der Zeit/ wann der Ml anwaͤchſet/ um deſſen Quellen verſpuͤret wer⸗ den/ hergeleitet werden muͤſſe. In dem nem⸗ lich zu ſolcher Zeit/ die beſtaͤndigen und mit groſſer Hitze vergeſellſchaffteten Regen in dem innerſten Abyſmien/ an denen/ mit vie⸗ lem Graſe bewachſenen Oertern gar fuͤglich eine Faͤulung verurſachen/ und ſolche in vie⸗ len Stroͤhmen in den Fluß hinein ſpuͤlen koͤn⸗ nen: Oder da vielmehr die Kalchichte/ und gleichſam mit flammender Hitze ausge⸗ brandte Subſtanz, die an dieſen Oertern in den Bergen und Steinen befindlich/ durch die einfallenden Regen/ gleichſam in einen Saliniſchen Magneten veraͤndert/ und alſo ge⸗ ſchickt gemacht wird/ die Salpetrichten Daͤmpffe um ſo viel geſchwinder allenthalben an⸗
iſt/ daß er die ausgeworffene Erde gleichſam als unnuͤtz wegwerffen heiſſet/ da doch ſelbige/ wo ſie nicht pur ſandicht/ oder ſonſt anderer Urſachen wegen untuͤchtig dazu iſt/ eintzig und allein die Ma⸗ trix iſt und bleibet/ worinnen durch die Faͤulung ein Saltz ſolle gewuͤrcket werden. Er zeiget auch nicht einmahl, wie die angegebenen Materien ge⸗ ordnet/ zur Faͤulung diſponiret/ und auf eine or⸗ dentliche und bequeme Art dazu befoͤrdert werden ſollen/ welches er doch meiner Meynung nach als ein ſo williger Ausſpender eines Schatzes vor die Armen nicht haͤtte unterlaſſen ſollen. Das uͤbrige aber/ was er von der Ausziehung und Bereitung des Salpeters aus dieſem verfaulten Satze anzufuͤh⸗ ren gehabt haͤtte: iſt ihm vermuthlich ſelbſt nicht genugſam bekandt geweſen.
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