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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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*59(O) 8⸗ 11 daraus zum Vorſchein: Dahero ſind auch die jenigen Stellen/ wo vieler/ geſchwinde faulender Miſt von den Thieren zuſammen lieget/ zu dieſem Werck am bequemſten.

Hergegen waͤchſet der Salpeter in ſolchen ſolchen Oertern an/ wo Materien von alcali- ſcher Natur/ haͤuffig gegenwaͤrtig ſind/ der⸗ gleichen ſind vor andern die mit Kalck auf⸗ geſetzte Mauren.

Von dem Fluß Mil werden wir wenig melden/ weil die Wahrheit der Sache/ nem⸗ lich daß er von einen ſalpetriſchen Beſtand⸗ Weſen angefuͤllet ſey/ uns nicht genugſam bekandt iſt; wo aber dennoch etwas wahres

daran; ſo ſcheinet es/ daß ſolches allerdings

von denen/ zur Faͤule eingerichteten Umſtaͤn⸗ den

Stroh/ allerley Miſt/ Huͤnner und Vogel Federn/ gebrauchte und ungebrauchte Aſchen und Laugen/ Ruß/ Vieh⸗Blut/ Haare/ Klauen/ Beine/ Ab⸗ fall von Häͤuſern/ Urin/ zerfallener Kalch⸗Stein ꝛc. geſammlet werden. Und ſo man den Satz fleiſ⸗ ſig mit Urin begoſſen/ ſoll er ausgegraben/ ge⸗ trocknet/ ausgelauget/ und Salpeter daraus ge⸗ macht; die ausgelaugte Erde aber ſamt der Lau⸗ gen die nicht anſchieſſen wollen/ wieder in die Grube geſchuͤttet werden ꝛc. Ich bin aber verſichert/ daß die armen Leute ſich bey dieſem Schatz wenig ge⸗ beſſert ſehen duͤrfften. Dann Glauber wirfft all⸗ hier alles untereinander/ und machet alſo das Werck ſelbſt unmuͤglich/ ob gleich ſonſt alles miteinander/ wann es in ſeiner gehoͤrigen Ordnung gebrauchet/ und alsdann gebuͤhrend behandelt wird/ ſeinen un⸗ fehlbahren Nutzen hat. Das allerwunderltchſte