*59(O) 8⸗ 11 daraus zum Vorſchein: Dahero ſind auch die jenigen Stellen/ wo vieler/ geſchwinde faulender Miſt von den Thieren zuſammen lieget/ zu dieſem Werck am bequemſten.
Hergegen waͤchſet der Salpeter in ſolchen ſolchen Oertern an/ wo Materien von alcali- ſcher Natur/ haͤuffig gegenwaͤrtig ſind/ der⸗ gleichen ſind vor andern die mit Kalck auf⸗ geſetzte Mauren.
Von dem Fluß Mil werden wir wenig melden/ weil die Wahrheit der Sache/ nem⸗ lich daß er von einen ſalpetriſchen Beſtand⸗ Weſen angefuͤllet ſey/ uns nicht genugſam bekandt iſt; wo aber dennoch etwas wahres
daran; ſo ſcheinet es/ daß ſolches allerdings
von denen/ zur Faͤule eingerichteten Umſtaͤn⸗ den
Stroh/ allerley Miſt/ Huͤnner und Vogel ⸗ Federn/ gebrauchte und ungebrauchte Aſchen und Laugen/ Ruß/ Vieh⸗Blut/ Haare/ Klauen/ Beine/ Ab⸗ fall von Häͤuſern/ Urin/ zerfallener Kalch⸗Stein ꝛc. geſammlet werden. Und ſo man den Satz fleiſ⸗ ſig mit Urin begoſſen/ ſoll er ausgegraben/ ge⸗ trocknet/ ausgelauget/ und Salpeter daraus ge⸗ macht; die ausgelaugte Erde aber ſamt der Lau⸗ gen die nicht anſchieſſen wollen/ wieder in die Grube geſchuͤttet werden ꝛc. Ich bin aber verſichert/ daß die armen Leute ſich bey dieſem Schatz wenig ge⸗ beſſert ſehen duͤrfften. Dann Glauber wirfft all⸗ hier alles untereinander/ und machet alſo das Werck ſelbſt unmuͤglich/ ob gleich ſonſt alles miteinander/ wann es in ſeiner gehoͤrigen Ordnung gebrauchet/ und alsdann gebuͤhrend behandelt wird/ ſeinen un⸗ fehlbahren Nutzen hat. Das allerwunderltchſte


