Druckschrift 
Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
Seite
9
Einzelbild herunterladen

859(0)& 9 aber ob ſie ſelbſt noch aus verſchiedenen Grund⸗Anfaͤngen zuſammen geſetzet/ zum Vorſchein kommen.

In ſolchen Betracht begreiffet auch die hi⸗ ſtoriſche Beſchreibung dieſes unſers Subjecti, nemlich des Salpeters nichts anders als das Ge⸗ ſchlechts⸗Regiſter des dichten/ trockenen/ und in allen Laͤden feil⸗liegenden Salpeter- Saltzes. Die Pbyfiſche Unterſuchung deſſel⸗ ben aber eroͤrtert nicht alleine die Verſchie⸗ denheit der jenigen Theile/ aus welchen der Salpeter zuſammen gewachſen/ ſondern auch ins beſondere die Natur und Beſchaffenheit ſolcher Theile.

Unterdeſſen gehet die gemeinſte Meinung aller Leute faſt dahin/ daß der Salpeter nir⸗ gends anders als in den Staͤllen oder in den Miſthauffen erzeuget werde: Wannenhero auch die mehreſten Verfechter dieſer Meinung/ die Erzeugung deſſelben aus dem Harn der Thiere herleiten.

Andere widerſprechen dieſen/ und fuͤhren zum Exempel an/ die aufgeſchlagenen Hauf⸗ fen der Salpeter⸗Erden/ wie auch die Sal⸗ peterhafftigkeit der Leim⸗Waͤnde/ der Brandſtaͤtrten von abgebrannten Haͤuſern/ der mit Kalck aufgeſetzten Mauren/ und des Fluſſes Nili ſelbſt.

Gleichwie aber keine von dieſen Meinungen ins beſondere etwas nutzet: Alſo ſind beyde wann man ſie zuſammen nimmet/ zugleich al⸗

A ſ lerdings