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G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
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ſondern ſeldſt undienlich erkennet werden moͤ⸗

gen.

Nur ein einiges noch zu bemercken/ hat ge⸗ wiß in dem erwogenen experiment der Ver⸗ ſuch/ wie viel eigentlichen acidi geweſen/ mit dem Sale Tartari zu erweiſen/ noch weniger un⸗ zweifelige Richtigkeit; als wann man ſolches ſchlechterdings mit Eiſen geſaͤttiget/ und gelin⸗ de außgetrocknet/ gewogen haͤtte. Maſſen auch des allerſatteſten Schwefel⸗ oder Vitriol. acidi Vermiſchung mit dem trockenſten Sale Tarta- ri, wo die evaporation nicht auf das allerge⸗ lindeſte geſchiehet/ einen Abgang machen kan. Da man auch ein bereits dergleichen vermiſch⸗ tes und trockenes Saltz/ durch wiederhohlte Zerlaſſung und ſtarcke Außdunſtung/ nach und nach mit einander ſein ſtillſchweigends in die Luft jagen kan.

Wann man aber auch in dem angezogenen experiment, nach einmal heruͤber gezogenen duͤnnen weiſſen Oel/ und davon geſchiedenen ſauren Waſſer/ ſolches Oel wieder auf das uͤ⸗ brige gieſſet/ aufs neue digeriret/ und wieder alſo davon ziehet/ und ſolches oft genug wie⸗ derhohlt/ ehe man es mit dem ſtarcken Feuer verfolget/ ſo wird auch die Erzeugung der ver⸗ daͤchtigen ſchwartzen fixen Erde ſich um ein merckliches anders außweiſen. Um ſo viel de⸗ ſto mehr/ wann man allezeit/ nach beſchehener heruͤber Ziehung des zarteſten Oels/ etwas rei⸗

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