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G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
Entstehung
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370 892(0) 85 ob das gantzer 9. Jahr vorhero von mir ange⸗ wieſene experiment, den Schwefel ſo wohl aufs ſchnelleſte zu machen/ als wieder zu jzerſtoͤh⸗ ren/ der aͤuſſerſten Leichtichkeit zu geſchweigen/ den geringſten Zweiffel dieſer Art an ſich habe. Da hingegen/ wann man es mit eben ſolcher genauer Aufmerckſamkeit/ und Verhuͤtung aller⸗ geringſten Abgangs/ hinauß fuͤhren koͤnte/ oder wolte/ handgreiflich erhellen wuͤrde/ wie gar weit das hier erwogene experiment, von der wahren Beſchaffenheit der Sache/ noch entfer⸗ net ſey. Und daß in dem Schwefel/(auch wi⸗ der Kunckels Meynung /) nicht ein Staub oder Spur wahres Erdiſchen Weſens vorhan⸗

den; ſein brennliches Weſen auch/ jzum we⸗

nigſten am Gewicht/ unglaublich wenig: wohl aber ſein meiſt gantzes Gewicht nichts anders/ als ein lauteres ſauer⸗ſaltziges Weſen ſey. Wie dann/ wann man das andere/ zwar je⸗ derman von Alters her vor Augen gelegene/ aber in keine Achtung genommene experiment, die allerfluͤchtigſten Oele im Augenblick auß ihrem Weſen zu ſetzen/ und ihr brennliches Weſen von ſeinem Waſſer loszureiſſen/ und ſolchen Ruß ſodann/ ſo wohl zum Schwefel⸗ machen/ als Metall⸗reduciren/ auſs allerbehen⸗ deſte anzuwenden/ mit in Betrachtung ziehet: alee ſolche weitlaͤuftige/ langweilige/ muͤhſame/ und doch immer aufs neue verwickelte Unterſu⸗

chungen und Verſuche/ nicht nur fuͤr umnanſn

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