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G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
Entstehung
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nes Waſſer unter das dickere/ und gelblicht zu gehen anfangende gieſſen/ und ſo lange gelinde kochend continuiren wird/ bis das Waſſer meiſt alles heruͤber; welches man jedesmal aufs neue zu eben ſolcher Arbeit brauchen kan/ und letztlich ſo weit in balneo abziehen/ bis ſich weiſen wird/ was auch darunter noch ſaures gekommen ſeyn moͤge.

Habe dieſes experiment, hoffentlich nicht oh⸗ ne Nutzen/ dergeſtalt deutlich uͤberlegen wol⸗ len/ daß man darauß noch ein Beyſpiel neh⸗ men moͤge/ wie leicht vielmalen an gar gruͤnd⸗ lich erachteten Unterſuchungen doch noch ſo merckliche/ billige/ ja gantz erhebliche Zweiffel und Unrichtigkeiten verhaftet bleiben koͤnnen. Indeſſen der loͤblichen Begierde/ und Fleiß/ zu unterſuchen/ ihr gebuͤhrliches Lob gantz unbenommen. 2

So viel mag fuͤr dieſes mal genug ſeyn/ von dem Schweſelichten Grund⸗Weſen/ ſo wohl in dem vegetabiliſch⸗und animaliſch⸗als mi⸗ neraliſch⸗ und ſelbſt metalliſchen Vermiſchungs⸗ Werck/ geredet/ an⸗ und erwieſen zu haben. Deme zwar noch ein und anderes merckwürdi⸗ ge/ ſonderlich von Auf⸗ und Außtiehen des Gol⸗ des auß ſulphurirten Metallen/ haͤtte beyfuͤgen können; laſſe es aber dißmal anſtehen/ und begnuͤge mich/ einen jeden curieuſen Liebhaber auf ſeine eigene wohlbedaͤchtliche Erfahrung zu weiſen; ſo wohl in der Abwechſelung des ſolk-

virens