Druckschrift 
G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
Entstehung
Seite
365
Einzelbild herunterladen

898(o) 2☛ 365

hoͤchſtens drittes Theil/ der geſumten Vermi⸗ ſchung des Schweſfels außmachen moͤchte. Wo⸗ durch dann die nur angefuͤhrte Schwierigkeit nur deſte bedenckzicher wird; wie nemlich ein bloſſes drittes Theil/ auch an ſich ſelbſt ſo we⸗ nig fluͤchtiger Materie/ 2. andere Drittheile/ da⸗ von das eine ſo aͤuſſerſt unfluͤchtig nichts de⸗ ſto weniger dergeſtalt zuſammen fluͤchtig ma⸗ chen koͤnte/ daß das geſamte darauß vermiſchte Weſen ungleich fluͤchtiger/ als dieſes kaum al⸗ lein, und vor ſich ſelbſten ſeyn/ oder werden ſolte.

Ehe ich nun mein eigenes Beduͤncken von die⸗ ſer Sache eroͤffne/ ſo finde noͤthig/erſt noch 2. an⸗ derweite Erfahrungs⸗Anmerckungen vorauß zu ſetzen; welche zu gruͤndlicher Außdeutung der in gegenwaͤrtiger Arbeit noch ziemlich verwickelten Umſtaͤnde/ nicht wenig Erlaͤuterung geben koͤn⸗ nen. 1 Das erſte iſt ziemlich bekant; das andere aber/ welches doch hauptſaͤchlich hieher dienet/ habe meines Wiſſens bey niemand/ als Kun⸗ ckeln/ auß der Erfahrung angemercket beſun⸗ den.

Das erſte iſt/ wann man mit einem guten Hephlegmirten Spiritu Nitri, ein Oleum de- ſtillatum, Terebinthinæ, oder anderes/ bey we⸗ nigem zugieſſend/ in einem raumigen und ho⸗ hen Geſchirr/ auf ziemlicher Waͤrme/ vermi⸗ ſchet; ſo erhitzet ſich und ecferveſeiret/ und ſchaͤumet/ der Spiritus mit dem Oele/ daß die⸗ ſes/ ſo lang die Hitze waͤhret/ Gene grune nach

rkal⸗