Druckschrift 
G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen

83(c) 85 27

nicht zum Wachſen oder Anſchieſſen zu bringen? Was er alsdann/ wann er nur fertig iſt/ ſeye/ und worauf ſeine corperliche/ trockene/ lang⸗ ſproßicht⸗ cryſtalliſche/ und ſo gelinde ſchmackhafte Conſiſtenz beruhe? Wieviel er ungefaͤhr eigentlich Nitroſes/ ſcharf und ſpiri⸗ tuoſes Weſen in ſich habe; und was dann/ auſſer dieſem/ fonſten in ihme ſtecke? Warum/ u. woher/ jenes(ſpirituös. ſcharfe) Theil ſo fluͤch⸗ tig/ ſtarckriechend/ und im Rauch/ auch eige⸗ ner reinerer Beſchaffenheit/ gelb von Farbe ſey? Wie und woher es komme/ daß der Sal⸗ peter im groͤſſeſten Feuer ſich nimmermehr ent⸗ zuͤnde: mit verbrennlichen Materien aber in eine helle Flamme entbrenne/ wann man ſolche Vermiſchung auch nur mit einem gluͤhenden Fa⸗ den anruͤhret? Wie in dem Salpeter/ durch dieſe augenblickliche Entzuͤndung und Außbren⸗ nung/ ſeine gantze coͤrperliche Eigenſchaft/ Vermiſchung/ und innerſte Verbindung/ der⸗ geſtalt auf einmal vernichtiget werde/ daß von ſeiner eigenen und eigentlichen ſcharfen und corroſiviſchen Saltzigkeit auch keine Spuhr mehr uͤbrig bleibe? Und dieſes alles gleſchfam im Augenblick/ und ohne auch nur denckliche Zeit und Weile.

3. Eingleiches waͤre auch von dem ſo genann⸗ ten gemeinen/ oder Koch⸗Saltz zu erfragen. Was ihme die vor Augen liegende trockene/ und ſo maͤßig ſaure Beſchaffenheit gede? da ſein ‚Beigentlich ſcharf⸗ſaltzichtes Theil gantz freſſend und