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G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
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Gleichwie aber nun(die Zeit mit ſolchen welt⸗ kuͤndigen Unfaͤrtigkeiten des leidigen Fuͤrwi⸗ ges/ in dieſer unvernuͤnftigen Foͤrſchelung der Chymiſchen Arbeiten/ um die Goldmacherey/ oder medicinaliſche Meer⸗Wunder/ nicht weiter zu verbringen/ dieſe Art chymiſtiſcher Suchung offenbarlich unvernuͤnftig war; und nicht zu einiger ordentlichen wohlbedaͤchtlichen/ auf⸗ merckſam⸗ und vorſichtigen Unterſuchung/ ſon⸗ dern zubloſſer unzeitiger Fundaa und Machung der groſſen Meiſterſchaft/ hinraſete; Alſo iſt doch gleichwohl zu verwundern/ daß/ in ſo vie⸗ len/ und mehr als zweyhundert Jahren auch kaum wenige Menſchen gefunden worden/ wel⸗ che Luſt gehabt/ und in der That erwieſen und bezeiget haͤtten/ die beſſer gegrundete und recht vernuͤnftige durchgaͤngige Erforſchung der Chy⸗ miſchen oder Scheide⸗Wiſſenſchaft/ in den Sinn und vor die Hand zu nehmen. 8

Man kan doch gleichwohl nicht ſowohl er⸗ meſſen/ als mit den Sinnen/ ja nach gemeiner Redens⸗Art, mit Haͤnden begreiffen/ da von undencklichen Zeiten hero der Bergwercks⸗ Bau/ zu Gutmachung aller Art Metallen/ in groſſem Schwang gegangen/ daß ſolches Theil der Scheidekunſt nicht alleine werth ge⸗ weſen waͤre/ in wohlbedaͤchtliche Betracht⸗und Unterſuchung gezogen zu werden: Sondern auch/ ſo viel und mancherley ergoͤtzliche/ und je mehr und mehr nuͤtzliche Wiſſenſchaft und Er⸗ fahrenheit an die Hand gegeben haben winde 4

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