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G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
Entstehung
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cken/ ſondern/ bald gantze ſchwarmweiſe/ alles augenſcheinlich geſehen haben. 5.

Da finge nun an/ daß die meiſten ſolche fuͤr⸗ witzige ihre vorhin gehabte/ oder vorgehabte/ Handthierung verlieſſen und lauter Hohenhei⸗ mer und Philoſophi wurden. Moͤrſel⸗ Staub⸗ Sieb/ Syrup⸗Keſſel/ ja wohl gar Scheermeſſer und Pflaſter⸗Spateln/ muſten zu lauter Phio⸗ len/ Retorten/ Schmelttztiegeln/ aludel, Peli⸗ canen/ und Philoſophiſchen Wind⸗Eyern wer⸗ den: und wurde das Kochenoͤllig verworffen/ und denen neuen Helden(wie es Homerus aufs genaueſte mit ſeinen Alten gehalten) nichts als lauter Gebratenes ſchmackhaft befunden. Was auß der Erde waͤchſt/ bedunckte nur Futter fuͤr das unvernünftige Vieh zu geben; Es mußte auß der Tieffe geſucht/ und als ein vergrabener Schatz gehoben ſeyn/ was die neuen Wunder⸗ wercke gebaͤhren ſolte. Doch waren die bekann⸗ te und brauchbare Ertze/ und gemeine Metallen/ auch nur fuͤr die Handwercks⸗Leute/ es muſte Silber oder Gold ſeyn oder ſolte es zum wenig⸗ ſten werden: und das ſein reinlich/ bald/ und ja viele. ꝛc. 1n6 ai 1.

Da fiel nun der Fuͤrwitz uͤber her/ und ging⸗ nach vielen Koͤpfen und vielerley Sinnen/ auf die eingebildete Wunderthaten mit allerhand wunderlichen Unternehmen loß. Teutſchland⸗ kuͤndig iſt es/ daß unter allen/ die von Paracelſi Zeiten ab am näͤheſten der Chymiſchen Arbeiten ſich unterfangen/ und dabn etwas offentlich 4

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