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G. E. Stahls Zufällige Gedancken und nützliche Bedencken über den Streit, Von dem so genannten Svlphvre, und zwar sowol dem gemeinen, verbrennlichen, oder flüchtigen, als unverbrennlichen, oder fixen
Entstehung
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manches mal/ im fladerichten Umgaffen/ fer⸗ ne umher/ viel mehrerley vorſcheinende Anzei⸗ gungen zu Geſichte bekommet/ oder durch neue Mäͤhren erfaͤhret/ als die auf ihrem beſtaͤndigen Pfad mit nachdencklichem Aufmercken wande⸗ rende Genau⸗Erforſchung: Alſo waͤre viel ein groͤſſeres Wunder/ wann es auch in der Scheide⸗Aunſt anderſt ergangen waͤre/ als es nicht iſt/ daß ſich auch bey ihr ein gleiches in die⸗ ſen Stuͤcken befunden. Ad zchick Dann allerdings iſt es an deme/ und liegt an dem hellen Tage/ daß die ſogenannte Chymie. nachdeme ſie vor etwa 200. Jahren/ ſonderlich durch den alſo genannten Paracelſum oder Philip von Hohenheim/ in mercklichen Ruff zu kommen angefangen/ mehr durch fuͤrwitzige Joͤrſchelung/ als gegrundete/ wahre/ und redli⸗ che Unterſuchung/ in viel u. mannichfaltige! doch ungleich mehr wunderliche ais wunderſame, Erblickungen vielmehr als Entdeckungen/ nicht ſowohl entwickelt/ als auß einander gezerretege⸗ riſſen/ und zerpftuͤcket worden. ain Da zeigete ſich die Unart des fuͤrwitzigen Förſchelens recht kenntlich/ und gab ſich unver⸗ ſchaͤmet bloß. Das Verkehren der geringen Metallen in feines Silber und Gold ſchiene freylich eine ſolche Braut zu ſeyn/ um welche auch der plumpeſte Bauer⸗Knecht einen Tantz zu wagen nicht verſagen ſolte. Es war auch eben keine ſo veraͤchtliche Sache nicht/ fein hur⸗

tig Steinreich zu werden/ und gantze Jahr⸗hun⸗ A 4 derte