083(0) 80—
chen/ als mit Muͤßiggang/ Geſchwaͤtz/ Narren⸗ theidung/ Spiel/ oder Geſoͤffe/ oder mehrern Uppigkeiten/ ja ſelbſt dem faulen langen Schlaf⸗ hinbringet; theils die groſſe Weisheit/ durch welche die Wercke in der Natur errichtet und erhalten werden/ mit ſonderbarer Vergnuͤ⸗ gung erweget: theils auch den Verſtand/ durch dergleichen weitſtreckende/ und wohl zuſammen⸗ ſtimende Betrachtungen/ mit aller Luſt und Freu⸗ digkeit uͤbet: und letzlich/ die natüͤrliche Gaben zu mannichfaltigem Nutzen anzuwenden/ ſowohl ſelbſt erlernet/ als das gemeine Beſte unter⸗ weiſet und anleitet. Wobey dann ordentlich befunden wird/ daß dieſe Erforſchungs⸗Axt von prächtigen Worten und groſſem wetäuſti⸗ gen Sprechen uͤber einzele Entdeckungen gantz entfernet: Auch dahero insgemein am laͤngſten an ſich haͤlt etwas an den Tag zu legen/ was ſie nicht entweder ſelbſt wohl außzufuͤhren/ und deſ⸗ ſen Nutzbarkeit anzuzeigen faͤhig iſt: Oder doch anderen verſtaͤndigen und nachdencklichen Ge⸗ müthern/ zu genauerer Exwegung und Unter⸗ ſuchung/ Anlaß geben moͤchte. Wie nun dieſe letzte Art dererforſchung nicht anderſt als zulaͤßig/ ja in viele Wege loͤblich und nuͤtzlich zu achten ſtehet/ alſo hat ſie auch ge⸗ nugſames Werck und Zeug vor ſich/ daran ſie ſich uͤben/ und darinnen ihre Lern⸗ Begierde wohl anwenden koͤnne. Gewißlich aber iſt unter ſol⸗ chen Verſtand⸗ und Verſuch⸗Ubungen nicht die kleineſte/ die wahre Erkaͤntniß der coͤrperli⸗ A 3 urchen


