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Der bestmöglichste Pflug, auf Erfahrung und mathematische Grundsätze gestützt / von Johann Bailey
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leicht geſchehen, wenn man am Ende des Pflugbaums eine Vorrichtung, wie die Fig. 15. iſt, anbringen laͤßt, welche ſich auf dem Mittelpunkte c bewegt, und dadurch eine andere Richtung erhalten kann 1 daß man den Bolzen B in die zwiſchen D und E befindlichen Loͤcher ſetzt.

Wenn der Punkt f einen Zoll niedriger geſtellt wird, ſo wird der Punkt C bei⸗ nahe Zoll niedriger gebracht, und die Tiefe der Furche wird dann nur 3 Zoll ſeyn.

Pfluͤge, welche nach den obigen Grundſaͤtzen eingerichtet ſind, duͤrfen indeſſen nie⸗ mahls durch die am Ende des Pflugbaums angebrachte Vorrichtung geſtellt werden, indem die Tiefe, in der man pfluͤgen will, dadurch hinreichend veraͤndert werden kann, daß man die Zuglinie PI dadurch verkuͤrzt oder verlaͤngert, daß man die Straͤnge laͤnger oder kuͤrzer macht..

Bei Pfluͤgen, welche nur von einem Pferde gezogen werden ſollen, wird die Linie Pfl um 8 oder 9 Zoll dadurch kuͤrzer, daß dann die große Brake(Vorhang, Waa⸗ ge) entbehrt, und nur eine einfache Brake nothwendig iſt.

In dieſem Fall iſt El= 93 BHI= 62,4 und B: BA:: BH:

::: 62,4: 19,2, die Hoͤhe des Baums. OA: BA:: HE: 87

48: 135,4:: 19,2: 62, 16.

Hievon ab 5§ wie vorher 9,23 giebt§.I, die Laͤnge des Baums von der) Spitze des Pflugeiſens J 32,93.

In derſelben Art kann man die Pfluͤge einrichten, welche von Ochſen gezogen

werden ſollen, wenn die Laͤnge der Zuglinie und die Hoͤhe des Punts, wo ſie mit der groͤßten Kraft ziehen, beſtimmt iſt.

Nach dieſen Grundſaͤtzen kann man Pfluͤge, ſie moͤgen gezogen werden ſollen, in

welcher Art man will, einrichten, ſo daß ſie mit dem geringſten Verluſt von Kraft

gezogen werden und leicht auf jede Tiefe geſtellt werden koͤnnen. Dabei iſt eine ſolche Gewißheit, daß ſie beinahe in einer jeden Art von Boden und beinahe nur mit zwei