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Der bestmöglichste Pflug, auf Erfahrung und mathematische Grundsätze gestützt / von Johann Bailey
Entstehung
Seite
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7 welche in zwei ſchiefen Ebenen nach den Richtungen Aæl§ und 0S wirken. Daher kann man annehmen, daß das Streichbrett aus zwei ſchiefen Ebenen zuſammengeſetzt ſey, wovon die eine ſenkrecht, und die andere parallel mit dem Horizoͤnte wirkt.

A muß in die doppelte Kraft A T' und T aufgeloͤſet werden. A hat, da ſie in derſelben Richtung wie S O liegt, keine Wirkung auf die Erhebung der Scholle; dagegen iſt 78 ſenkrecht Lauf OS§l und bewirkt daher, daß die Scholle um O ge⸗ dreht wird.

Eben ſo muß 0S in die doppelte Kraft QR und PS aufgeloͤſet werden. QR da es parallel mit§O iſt, traͤgt zu dem Umdrehen der Scholle nichts bei; dagegen bewirkt dieß RS, da es ſenkrecht gegen die Scholle ſteht.

Daher iſt die ganze Kraft zur Umwendung der Scholle T§ RS= PRT RKS denn PR= 7; die Dreiecke ℳA ˙ und QRP ſind ſich gleich.

Nun verhaͤlt ſich Rad.: Sinus& A(oder Coſinus die Erhebung)= PS§:S AA = SA: T5=8O:AO= A0:B0= ganze Kraft: Kraft welche in der ſenk⸗ rechten Ebene wirkt..

Und Rad.: Sinus C(oder Sinus der Erhebung)= PS§: QKR= 0S:RS =8O:SA= SA: S= ganze Kraft: Kraft welche in der Horizontalebene wirkt.

Erſter Folgeſatz. Wenn§0 ſenkrecht wird, ſo verſchwindet 4 0, und die Kraft der ſenkrechten Ebene hoͤrt ganz auf. 8 3 Zweiter Folgeſatz. Wenn§0 ſenkrecht wird, ſo iſt§ 41=§O, und die Kraft der horizontalen Ebene iſt gleich der ganzen angewandten Kraft.

Dritter Folgeſatz. Das Verhaͤltniß der Kraft, welche durch die beiden Ebenen bei den verſchie⸗ denen Graden der Erhebung angebracht wird, iſt folgendes, vorausgeſetzt die ganze Kraft ſey 10..