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Reden des Herrn Staatskanzlers Freiherrn von Hardenberg bei den Versammlungen der ständischen Deputirten in Berlin, am 7ten und 16ten September 1811
Entstehung
Seite
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75 uns zu theuer ſeyn, um nach Seinem Wunſche jenes Gluͤck, jenen Flor unſers Staats wieder herzuſtellen. Wir wiſſen, wie es Ihm am Herzen liegt, den Frie⸗ den zu erhalten, und noch immer iſt, Gottlob, die Hoffnung groß, daß er unter unſern maͤchtigen Nachbarn nicht geſtoͤrt werden wird. Aber ſollte das eiſerne Schickſal uns fortreißen in einen un⸗ vermeidlichen Kampf; ſo wollen wir auch dieſen ſtandhaft und entſchloſſen beſtehen, fuͤr dieſen ge liebten Koͤnig und ſeinen Herrſcherſtamm, fuͤr un⸗ ſer Vaterland, fuͤr unſere Ehre und unſere Selbſt⸗ ſtaͤndigkeit.

Und nun meine Herren, empfangen ſie nun auch meinen gefuͤhlvolleſten Dank fuͤr die Geſin⸗ nungen, die ſie mir perſoͤnlich bewieſen haben. Geehrt dnrch ſolche, verſichere ich Sie meiner auf⸗ richtigen Hochachtung. Mein Leben ſoll der ange⸗ ſtrengteſten Bemuͤhung gewidmet ſeyn, die Ab ſichten des beſten Koͤnigs zu erfuͤllen. Dieſes Ge luͤbde erneuere ich, und lege es in Ihre Haͤnde. So hoffe ich des Zutrauens, das man mir goͤnnt, nicht ganz unwuͤrdig zu ſeyn.

Schon in unſerer letzten Verſammlung habe ich Sie auf Befehl Sr. Majeſtaͤt aufgefordert, ei⸗ nige