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Reden des Herrn Staatskanzlers Freiherrn von Hardenberg bei den Versammlungen der ständischen Deputirten in Berlin, am 7ten und 16ten September 1811
Entstehung
Seite
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fuͤr den an den Tag gelegten Eifer fuͤr das Gute und fuͤr Ihre Bemuͤhungen bei unſerm Geſchaͤft. Indem Er mir die Ihnen ſo eben bekannt gemachten Edicte vollzogen zuruͤckſchickte, hat Er Seine vaͤ⸗ terlichen Empfindungen unausgedruͤckt zu laſſen nicht vermogt. In einem ſie begleitenden eigen⸗ haͤndigen Billet ſagt Er, indem Er die Hoffnung aͤußert, jene Edicte wuͤrden ihren Zweck erfuͤllen, was wir zwar alle wiſſen was wir aber alle mit groͤßter Ruͤhrung hoͤren, und was fuͤr uns alle ein herzerhebender Beweis Seiner Fuͤrſorge und Lebe ſeyn muß: daß Niemand inniger und lebhafter wuͤnſche als Er, das Gluͤck Seiner Unterthanen und den Flor des Landes dadurch begruͤndet zu ſehen. Moͤge der Segen des Friedens ſchließt Er dieſes wichtige Unternehmen beguͤnſtigen! Und darum, daß er uns dieſen erhalte, daß er uns Friedrich Wilhelm erhalte, meine Herren, darum wollen wir Gott inbruͤnſtig bitten. Welcher Staat kann ſich eines Herrſchers ruͤhmen, der rei ner, unpartheiiſcher und edler, das Wohl aller ſeiner Unterthanen will und umfaßt? Kein Opfer muͤſſe uns