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Aber nur der Wohlhabende konnte ſie nachahmen. Eine allgemeine Nachfolge war unmoͤglich, theils aus Mangel an Gelde, theils und hauptſaͤchlich auch aus Mangel an Gelegenheit zum Vieh- und Futterankauf. Einzelne Guͤter finden ſolche wohl. Aber wenn dieſer Ankauf allgemeines Beduͤrf⸗ niß wird, wenn der groͤßte Theil der Grundbeſitzer Vieh und Futter kaufen will, wo ſollen wir denn die finden, die es verkaufen? Da iſt's ja auf der Stelle klar, daß mit ſolchen Mitteln im Allge— meinen nichts auszurichten iſt, und daß ganz an— dere Wege eingeſchlagen werden muͤſſen, wenn wir in der Oekonomie vorwaͤrts kommen wollen. Auch hier koͤnnen nur Mittel, die nahe liegen und leicht anzuwenden ſind, aushelfen. Objektiv gewaͤhrt ſie die Huthfreiheit eines Theils des Ackerlandes und ſubjektiv eine verſtaͤndige Benutzung derſelben. Faͤngt man nemlich damit an, etwas Futterge⸗ waͤchſe zu bauen, und das ſchon vorhandene Vieh gut zu fuͤttern, verbindet man damit die Aufzucht mehreren Viehes und laͤßt mit deſſen Heranwuchs den Futtergewaͤchsbau Schritt halten, ſo kann man ſeinen Viehſtand in 6 bis 8 Jahren verdop⸗ peln, ohne noͤthig zu haben, auch nur ein einziges
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