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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
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Bei kalten Naͤchten im Fruͤhjahre ſchuͤtzen Schmauchfeuer ſehr gegen Nachtfroſt. Man zuͤndet zu dem Ende feuchtes Holz und Laub an, und ſchließt den Luftzug ſo weit aus, daß es bloß ſchwelen, nicht in hellen Flammen aufbrennen kann, legt dieſe Schmauchhaufen auch ſo, daß der Rauch uͤber den Kamp wegziehet. Er ſichert bei windſtillem Wetter vollkommen.

Durch Froſt aufgezogene Pflanzen, muͤſſen bei dem erſten Aufthauen wieder eingepflanzt werden.

Wenn man viel Maͤuſe, welche Schaden thun, bemerkt, ſo laſſen ſich dieſelben in halb mit Waſſer gefuͤllten Toͤpfen, in welchen auf ein Stoͤckchen geſteckt, eine Speckſchwarte ſich befindet, wegfangen, indem man ſie in die Erde graͤbt.

Maulwuͤrfe und Maulwurfsgrillen muͤſſen eben ſo wie in Gaͤrten vertilgt werden.

7. Von dem Betrage der Koſten der verſchiedenen Kulturarbeiten.

Es iſt ſchon haͤufig verſucht worden, theils gewiſſe Saͤtze feſtzuſtellen, nach denen die Koſten der Saaten, Pflanzungen, Graͤbenziehungen, Verzaͤunungen u. ſ. w., berechnet werden ſollen, theils doch wenigſtens den dazu erforderlichen Zeit⸗ und Kraftaufwand zu ermitteln, um die Lohnſaͤtze demgemaͤß aus⸗ zuwerfen. Dieſe Berechnungen werden jedoch nie fuͤr alle Faͤlle paſſen, ſelbſt wenn man dabei auf das abweichende Tagelohn Ruͤckſicht nimmt. Der Boden iſt bald ſchwerer, bald leichter zu bearbeiten, der Kulturplatz iſt bald nahe, bald fern von der Wohnung der Arbeiter und der Stelle, wo die Pflanzen ſich befinden, die Arbeiter ſind bald mehr bald weniger geuͤbt, die Witterung iſt zuweilen guͤnſtig oft unguͤnſtig, und noch eine Menge anderer, oft ſehr zufaͤlliger Dinge, haben Einfluß auf die Koſten, welche der Holzanbau verurſacht.

Um feſte Koſtenſaͤtze theils fuͤr den Verdung, theils zum Entwurfe von Kulturanſchlaͤgen zu erhalten, bleibt nur uͤbrig