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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
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hindern. Werden ſteile Berge bepflanzt, ſo umgiebt man das Pflanzloch, gegen den Abhang hin, mit einem halb mondfoͤr⸗ migen Damme, um das Regenwaſſer aufzufangen. Pflanz⸗ ſtaͤmme deren Wipfel oder Stamm abſtirbt, und die unten ausſchlagen, ſchneidet man in der Zeit ab. Eben ſo ſolche, welche durch Duft, Schnee, Regen, niedergebogen werden.

5) Von dem Beſondern der Pflanzung der verſchiedenen

Holzgattungen. Die Eichenpflanzung.

Die Eiche laͤßt ſich ſehr jung verpflanzen, und bei der ſchon fruͤh ſehr tief gehenden Pfahlwurzel iſt es, ſobald man nicht in Pflanzkaͤmpen beſondere Staͤmme die zur Auspflan⸗ zung als ſtarke Pflanzheiſter geſchickt ſind, erziehet, ſogar ſehr anzurathen, daß man 1 und Ajaͤhrige Pflanzen, welche die theilweis verloren gegangene Pfahlwurzel noch wieder erſetzen, dazu waͤhlt. Am beſten werden ſie mit dem Pflanzbohrer ausgehoben, da es ſchwer iſt, und viel Muͤhe macht, ſie mit dem gewoͤhnlichen Spaten tief genug auszuheben. Wenn man genoͤthigt iſt, wegen der Gefahr der Beſchaͤdigung durch Wild oder Weidevieh, oder zur Unterpflanzung unter anderes ſchon groͤßeres Holz, ſtarke Pflanzſtaͤmme zu nehmen, ſo muͤſſen dieſe in beſonders dazu angelegten Pflanzkaͤmpen erzogen werden.

Man graͤbt dazu den Boden des Saatplatzes um, legt die Eichen in Rillen, die 2 Fuß auseinander kommen, und ſorgt daß der Boden wenigſtens nicht gleich Anfangs ſehr ver⸗ raſet, indem man die Zwiſchenraͤume zwiſchen den Rillen durch⸗ hacken laͤßt. Im zweiten oder dritten Jahre werden die jun⸗ gen Eichen verſetzt, indem man ihnen die Pfahlwurzel nimmt, und ſie in den Reihen zwei Fuß auseinander bringt. Durch Wegnahme der untern Aeſte ſucht man zugleich ſie hochſtaͤm⸗ mig zu erziehen.

Das Verſetzen kann man ſich auch erſparen, wenn man