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8) Die Anfertigung der Pflanzloͤcher muß ſo erfolgen, daß der Raſen, die beſſere Erde, die ſchlechtere, jedesmal be⸗ ſonders gelegt werden, indem der Raſen entweder ganz unten hinkoͤmmt, oder da, wo das Ausſchwemmen der Pflanzen durch Waſſer, das Aufziehen durch Froſt zu fuͤrchten iſt, oben⸗ auf gelegt wird, die beſte Erde zur Einfuͤtterung der Wurzeln benutzt werden muß, die ſchlechteſte die obere Bedeckung bildet.
Außerdem muß man dabei noch beachten:
a. die Beſchaffenheit des Bodens;
b. die Groͤße der Pflanzen;
c. den Wurzelbau der Holzgattung.
Zu a. Feſter thoniger Boden muß breiter und tiefer auf⸗ gelockert werden, als es bei ſandigem noͤthig iſt; ein feſtes Unterlager, welches die Wurzeln bald erreichen koͤnnen, muß man durchſtechen. In verkohltem, unvollkommenem Humus kann man nicht pflanzen, ſondern muß den beſſern Boden heraufbringen, um die Wurzeln damit zu umgeben. Bei einem ſehr ſtrengen Boden iſt es ſehr gut, zur Fruͤhjahrspflanzung die Pflanzloͤcher ſchon im Herbſte vorher zu machen, damit der Froſt den Boden zerkleinern hilft, derſelbe von der Luft durchzogen wird; in naſſem darf man die Pflanzloͤcher erſt dann ſtechen, wenn man die Pflanze einſetzen will, damit ſie nicht voll Waſſer laufen. Auch bei ſandigem Boden iſt es nicht rathſam, die Pflanzloͤcher lange vorher zu ſtechen, da der Sand dann bei dem Einpflanzen leicht zu trocken iſt.
Zu b. Die Groͤße des Pflanzlochs muß ſtets im Ver⸗ haͤltniſſe mit der Groͤße der Pflanze, fuͤr welche es beſtimmt iſt, mit der Laͤnge der Wurzeln ſtehen.
Zu c. Holzgattungen mit tiefſtreichenden Wurzeln ver⸗ langen eine tiefere Auflockerung des Bodens, geſtatten vielleicht aber Pflanzloͤcher, welche etwas kleiner ſind, als dies bei ſolchen i*ſt, welche flachlaufende, weit ausſtreichende Wurzeln haben.
9) Bei dem Einſetzen der Pflanzen muß man
a. darauf halten, daß jede Wurzel wieder in ihre natuͤr⸗ 26*


