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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
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etwa eingegangener Pflanzen, gar nicht erſt erwaͤhnen, um ihr ſtets den Vorzug vor einer unregelmaͤßigen einzuraͤumen.

Man zog fruͤher die unter a. b. c. erwaͤhnte Stellung der Pflanzen nach der Anſicht vor, daß, wenn man annimmt, die Zweige und Wurzeln des Baumes dehnen ſich kreisfoͤrmig aus, dabei die groͤßte Menge von Staͤmmen auf einer gewiſ⸗ ſen Flaͤche ſtehen koͤnnen, ohne ſich zu beruͤhren, und empfahl deshalb wieder ganz beſonders die Drei⸗ und Fuͤnſpflanzung. Der Baum wird jedoch in ſeinem Wuchſe durchaus nicht ge⸗ ſtoͤrt, wenn er nur ſeine Zweige und Wurzeln nach zwei Sei⸗ ten hinausdehnen kann, wie der ſtarke Zuwachs an ziemlich dicht ſtehenden Alleebaͤumen zeigt. Man kann mit Gewißheit annehmen, daß in der Reihenpflanzung eben ſo viel Baͤume gleich gut wachſen koͤnnen, als bei jeder andern Art der Ver⸗ theilung. Da dieſe nun aber den Vorzug der leichtern und ſchnellern Abſteckung der Pflanzloͤcher, der zweckmaͤßigern Durch⸗ forſtung hat, indem dabei keine ſo großen Luͤcken entſtehen, als z. B. bei der Dreipflanzung, da ſie die Zugaͤnglichkeit der Orte erleichtert, ſo verdient die Reihenpflanzung den Vorzug vor allen uͤbrigen.

Die Entfernung, in welcher die Pflanzen von einander geſetzt werden ſollen, verdient, hinſichts der groͤßern oder ge⸗ ringern Koſten, die ſorgfaͤltigſte Beachtung. Wenn man noch einmal ſo viel Staͤmme braucht, betragen auch die Koſten das Doppelte. Man muß nicht dichter pflanzen, als noͤthig iſt, um

a. den Boden zeitig genug zu decken und ſeine Veroͤdung zu verhindern;

b. Die Entſtehung von Luͤcken durch einzelne eingehende Pflanzen, welche immer vorkommen, zu verhindern;

c. Das Holz fruͤhzeitig genug in den Schluß zu bringen, und langſchaͤftiges, aſtreines Holz zu erziehen;

d. eine benutzbare Durchforſtung zu haben und keine Bodenkraft zur Erzeugung von brauchbarem Holze unbenutzt zu laſſen.

Bei