Teil eines Werkes 
Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
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groͤßern oder geringern Dichtigkeit und dem davon abhaͤngen⸗ den Drucke der Luft. Auf die geographiſche Verbreitung der Pflanzen ſcheint ſie gar keinen Einfluß zu haben, eher noch hinſichts des Aufſteigens derſelben in den Bergen, doch auch hier ohne praktiſches Intereſſe fuͤr den Forſtmann.

Dagegen iſt die Bewegung der Luft der Wind in mehr als einer Ruͤckſicht ſehr beachtungswerth. Sie enſtehet, wenn das Gleichgewicht der Luft irgendwo geſtoͤrt wird, indem dieſe dann, gleich allen fluͤſſigen Koͤrpern dahin ſtrebt, es wie⸗ der herzuſtellen. Die Urſachen koͤnnen mancherlei ſein. Die Kaͤlte zieht die Luft zuſammen, die Waͤrme dehnt ſie aus, be⸗ traͤchtliche Feuer zerſetzen eine Menge derſelben, und es ent⸗ ſtehen dadurch Stroͤmungen in derſelben. So iſt es leicht erklaͤrlich, weshalb die ſtaͤrkſten Winde dann eintreten, wenn die Differenz zwiſchen Waͤrme und Kaͤlte am groͤßten wird, oder weshalb alle großen Feuer einen ſtarken Luftzug erzeugen. Derſelbe wird verſtaͤrkt, ſobald er ſich durch eine enge Oeff⸗ nung draͤngen muß(Zugwind), oder auch wo ſeine Kraft auf großen glatten Flaͤchen ſich ungehindert verſtaͤrken kann, da ihn nichts aufhaͤlt(Seewind). Ein Wind, welcher bloß die Blaͤtter bewegt, durchlaͤuft in der Secunde 10 Fuß, bei Bewegung kleiner Zweige 20 24 Fuß, bei Beugung der Wipfel 30 40 Fuß. Windbruch iſt zu fuͤrchten, wenn er in der Secunde 50 60 Fuß durchlaͤuft; das Maximum kann man bei uns zu 130 Fuß in der Secunde annehmen, welches jedoch in der Regel nur die Orcane in den tropiſchen Gegenden erreichen.

Der Wind aͤußert einen weſentlichen Einfluß auf die Be⸗ ſchaffenheit und Temperatur der Luft. Ueber die See ſtrei⸗ chend fuͤhrt er viel Feuchtigkeit, bei Stuͤrmen oft mit Salz⸗ theilen geſchwaͤngert, mit ſich. Trocken iſt er, wo ſein Lauf uͤber duͤrre Landſtrecken gehet. So kann er Regen herbeifuͤh⸗ ren und entfernen, immer verhindert er aber den Thau. Seine den Boden austrocknende Kraſt iſt weit ſtaͤrker, als die der