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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
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wenn ſchon Schnee faͤllt, wo er dann in Menge auf der brei⸗ ten Blattflaͤche liegen bleibt. Lerchen und Fichten eignen ſich vorzuͤglich fuͤr Gebirgsgegenden, welche ſehr unter Duft- und Schneebruch leiden.

Die Wirkung der Feuchtigkeit und des Waſſers auf das Leben, Wachſen und Gedeihen der Pflanzen, iſt von der groͤß⸗ ten Wichtigkeit und hoͤchſt mannigfaltig.

Waſſer trennt die Erde, lockert ſie auf, nimmt ernaͤh⸗ rende Stoffe in ſich auf und fuͤhrt ſie den Pflanzen zu, ver⸗ mittelt ihre Aufnahme durch die Wurzeln und Blaͤtter.

Es gewaͤhrt dem Samenkorn die erſte Nahrung, und bringt es bei einer Temperatur von 8 10 Gr. zum Keimen.

Es iſt die weſentlichſte Kraft, welche die Felſen zerſtoͤrt und Boden daraus bildet, eben ſo wie ohne Feuchtigkeit die organiſchen Subſtanzen nicht in Faͤulniß uͤbergehen und den Humus bilden koͤnnen.

Die Pflanzen zerſetzen aber zuletzt auch das Waſſer durch ihre Wurzeln und Blaͤtter chemiſch, indem ſie unmittelbar Kohlenſtoff, Waſſerſtoff und Sauerſtoff daraus aufnehmen, und ernaͤhren ſich folglich dadurch.

Feuchtigkeit in der Luft iſt deshalb auch dem Pflanzen⸗ wachsthume nie nachtheilig, ſobald die Temperatur dabei hin⸗ laͤnglich warm iſt, und bloß von ihrem raſchen Wuchſe die Rede iſt. Doch hat viel Regen eine nachtheilige Wirkung auf die Samenbildung, indem naſſe Jahre immer ſchlechte Sa⸗ menjahre ſind, ſo wie auch das Holz ein lockeres Gewebe

dadurch erhaͤlt. Zu viel Waſſer im Boden, wirkt dagegen oft verderblich

fuͤr die Vegetation, woruͤber unten das Naͤhere.

Die Einwirkung des Lichtes auf das Pflanzenleben iſt unlaͤugbar. Alle Gewaͤchſe der hoͤhern Ordnungen beduͤrfen es, doch in verſchiedenem Grade. Schon bei den Holzpflanzen zeigt ſich dies ſehr deutlich. Wir haben ſolche, welche nur im vollſten Lichte gedeihen, wie die Birke und Kiefer, andere,