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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
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Luft bei Sonnenaufgang und Untergang ſich plöͤtzlich erkaͤltet, und dadurch die in Dunſtform vorhandene Feuchtigkeit ver⸗ dichtet und verurſacht, daß ſie ſich tropfenweis als Thau an die Gewaͤchſe haͤngt, niederfaͤllt und die Pflanzen traͤnkt. Die Menge der Feuchtigkeit in der Luft, hat gleiche Ur⸗ ſachen wie die Regenmenge. Um ſie als Thau niederzuſchla⸗ gen wirken aber verſchiedene Urſachen. Auf Ebenen kann nur bei windſtillem Wetter Thau erfolgen, weil bei windigem die Duͤnſte fortgetrieben werden. In geſchuͤtzten Thaͤlern kann

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laͤngere Zeit beinahe allein erhalten. Zu wenig iſt aber da⸗

rauf bei der Wahl des Standortes fuͤr die Holzpflanzen noch Ruͤckſicht genommen. So hat man haͤufig die Fichte aus Gegenden, welche eine große Regenmenge und einen ſtarken Thau haben, aus Gebirgen in trocknere verpflanzt, und ſich die Hinderniſſe ihrer Erziehung, das ſchlechtere Wachsthum, nicht zu erklaͤren gewußt, da dies offenbar bloß auf drei ver⸗ ſchiedene Feuchtigkeitsgrade, bei uͤbrigens gleicher Bodenbeſchaf⸗