Erſter Abſchnitt.
Bodenkunde.
Nur wenn der Standort paſſend fuͤr eine Holzgattung ge⸗ waͤhlt wird, d. h. wenn Klima, Bodenbeſchaffenheit und Si⸗ cherheit gegen Beſchaͤdigung durch Naturereigniſſe, ſoweit dieſe uͤberhaupt erhalten werden kann, das Gedeihen derſelben erwarten laſſen, iſt ihre Erziehung und ihr Anbau belohnend. Eine Holzgattung von einem an ſich geringern Werthe, kann empfehlenswerth ſein, wo alle Verhaͤltniſſe ihrem Gedeihen guͤnſtig ſind; die beſte wird unvortheilhaft auf unpaſſendem Standorte. Kenntniß des Bodens und ſeiner Eigenthuͤmlich⸗ keiten in Beziehung auf den Holzwuchs, kann daher als die erſte Grundlage der Holzzucht betrachtet werden.
1) Das Klima
wirkt zuerſt bemerkbar auf das Vorkommen und Gedeihen der Pflanzen ein. Eine weſentliche Verſchiedenheit deſſelben er⸗ zeugt auch ſtets eine verſchiedene Flora. So haben die Tro⸗ penlaͤnder ihre eigenthuͤmlichen Gewaͤchſe, wie die gemaͤßigten und kalten Zonen, die hohen Berge werden nur von Alpen⸗ pflanzen bewohnt. Man theilt das Klima(Beſchaffenheit der Atmosphaͤre)
1) in das geographiſche,
2) in das phyſikaliſche oder oͤrtliche.
Das geographiſche wird bedingt durch die noͤrdliche und oͤſtliche, oder die ſuͤdliche und weſtliche Lage eines Ortes. Je naͤher eine Ort den Polen liegt, in Europa dem Nordpole, deſto ſchraͤger fallen die Sonnenſtrahlen auf die Erde, und deſto weniger koͤnnen ſie dieſelbe erwaͤrmen. Auch die oͤſtliche Lage verurſacht ein kaͤlteres Klima.
Deutſchland, wenn wir in forſtlicher Hinſicht die preußi⸗ ſchen Provinzen Poſen und Oſtpreußen dazu zaͤhlen, liegt


