Teil eines Werkes 
Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
Seite
VI
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V I

daß er zu wenig dem Urtheile anderer bewaͤhrter Forſtſchriftſteller gefolgt iſt. Er hat nach reiflicher Ueberlegung gefunden, daß er ihnen fruͤher zu aͤngſt lich nachſchrieb, und iſt ſelbſtſtaͤndiger geworden, um manche Dinge auch von einer andern Seite zu be⸗ leuchten als es bisher geſchahe. Man vergeſſe aber nie, daß das Buch nicht lehren ſoll was man glau ben muß, ſondern was zu unterſuchen iſt, um zu erfahren, was den Verhaͤltniſſen gemaͤß als paſſend angeſehen werden kann. Es iſt gewiß beſſer zum Denken aufzuregen, als beſtimmte Glaubensartikel zum Lernen aufzugeben.

Wenn ſich Manches anders darin geſtaltet hat, als in der erſten Ausgabe, ſo liegt der Grund darin, daß der Verfaſſer es beſſer hat einſehen lernen. Hof⸗ ſentlich wuͤrde wieder Manches anders werden, wenn er nach abermals 8 Jahren eine dritte Ausgabe her⸗ ausgeben ſollte. Er haͤlt es fuͤr kein Verdienſt ſtill ſtehend, lieber bei dem einmal Geſagten zu beharren, als einzugeſtehen, daß man eine andere Ueberzeugung gewonnen hat.

Das Buch wird in fuͤnf Abtheilungen zerfal⸗ len, welche auch einzeln unter doppelten Titeln im Buchhandel zu haben ſein werden.

Die erſte enthaͤlt: ein kritiſches Repertorium, der den Forſtmann intereſſirenden Literatur. Dies wird ſo geordnet ſein, daß von jedem einzelnen Ge genſtande die Schriften nachgewieſen werden, welche auf irgend eine beachtungswerthe Weiſe davon han⸗ deln. Es iſt dabei weniger auf die eigentlichen Forſt⸗