25
b
V jaͤhrlich bedeutend abnehmen. Eben weil unvorſichtige b Landwirthe nicht darauf achteten, daß der durch den Mer⸗ b gel immer in Thaͤtigkeit erhaltene Boden nach und nach b allen ſeinen Reichthum verlieren muß, iſt das inſoferne wahre Sprichwort entſtanden:„daß das Mergeln reiche Vaͤter und arme Kinder mache.“
Wird aber nach der dritten Saat das Land in Klee gelegt, ſo bleibt der Einfluß des Mergels auf die Textur des Bodens fuͤr den Graswuchs ſo kraͤftig, daß— falls dem Lande die durch die vorigen ſtarken Erndten verurſachte Erſchoͤpfung im Duͤn⸗ ger wieder erſetzt worden iſt,— unter vortheil⸗ haften Umſtaͤnden, Eine Tonne Land zur Weide fuͤr eine Kuh zureicht, wenn vorher Eine und eine halbe Tonne noͤthig waren.
Sonach bringt auch der Mergel auf die Rapſaat im erſten Jahre nicht die Wirkung hervor, die man bey ei⸗ ner hoͤheren Cultur von demſelben Grade des Reichthums erwarten koͤnnte. Der darauf folgende Weitzen giebt ſchon in einem groͤßeren Verhaͤltniſſ Die im dritten und vierten Jahre folgenden Gerſten⸗ und Hafererndten geben bedeutend mehr.
Herr Iverſen) nimmt an, daß der Boden, der vor der Mergelung
das
*) Beytraͤge zur Kenntniß der Schleswig⸗Holſtei⸗
niſchen Landwirthſchaft und ihrer jetzigen
. Verhaͤltniſſe, von Jacob Iverſen— Augu⸗ ſtenburg 1819— hey Steinacker in keipzig.


