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In ſo zweifelhaften Faͤllen, daß man
9. nicht gut mit ſich einig werden koͤnne, ob eine Umackerung des Rapſes rathſam ſey oder nicht, waͤre wohl immer das Erſtere vorzuziehn, um das Land ge⸗
gen Verwilderung zu ſichern. Koͤnne man ſich aber
dazu nicht entſchließen: ſo ſey durch nachmaliges wie⸗ derholtes und zweckmaͤßiges Pfluͤgen und Eggen die
fehlerhafte Beſchaffenheit des Ackers zu verbeſſern.
Daß endlich
10, die Erndte und Saat des Rapſes ſich mit den gewoͤhnlichen Erndtegeſchaͤften, bey der gehoͤri⸗ gen Umſicht, ohne den geringſten Nachtheil fuͤr dieſe vereinigen laſſe, lehre die Erfahrung zur Genuͤge.
Pruͤfet man nun das, was vorerwaͤhntermaaßen wider und fuͤr den Rapsbau angefuͤhrt zu werden pflegt mit unbefangenem Sinn: ſo ergiebt ſich, daß er als von dauerndem Nutzen und Vortheile gebilliget und empfohlen werden kann:
da, wo der Boden ſich fuͤr ihn eignet; das heißt: wo dieſer an und fuͤr ſich Weitzen und Gerſte zu tragen vermag; ſehr kraftvoll und fett iſt, ſo daß ſolcher in gewoͤhnlichen Jahren, bey der bisher uͤblich geweſenen Fruchtfolge zu haͤufig Lagerkorn erzeugt; nicht ſauer, naß und kaltgruͤn⸗ dig iſt; mindeſtens ein 4— 5 Zoll tiefes Pfluͤ⸗ gen geſtattet. Da,


