Uebrigens ſey es unrecht das Rapsſtroh, wie bisher geſchehn, zu verbrennen und gar nicht zur Vermehrung des Duͤngers zu benutzen. Seiner holzigten Beſchaffenheit wegen eigne es ſich zwar bey weitem nicht ſo gut dazu als das Stroh von Getreide: allein brau chbar ſey es zu dem Ende doch, und auf die gehoͤrige Art damit ver⸗ fahren, koͤnne es wohl einigen Beytrag zum Duͤnger⸗ haufen liefern.
8. So mißlich ſey der Rapsbau auch nicht, wie fruͤ⸗ her, wo man mit ihm noch nicht ſo gut bekannt war, ge⸗ glaubt wurde. Waͤhle man nur keinen fuͤr ihn nicht paſſenden Boden, ackere tief und gut, laſſe es uͤberhaupt in keinem Stuͤcke an dem fehlen, was zum Gelingen deſſelben erforderlich ſey: ſo ſchlage er nicht oͤfterer fehl als das Getreide. Auch dieſes mißrathe zuweilen. In den letzten Jahren habe der Raps es dem in reine Braache geſaͤeten Rocken weit zuvorgethan, und dieſer im Gan⸗ zen kein gutes Gedeihen gehabt. Schlage der Raps aber auch zuweilen fehl: ſo ſey deſſen Umackerung und die Beſtellung des Landes mit andern Fruͤchten minder nachtheilig und ſchwierig, wie beym Getreide, theils weil die Ausſaat des Rapſaamens in Vergleiche zu der des Getreides einen geringen Werth habe, theils auch weil das Gelingen oder Fehlſchlagen des Rapſes ſich in der Regel zu einer Zeit beurtheilen laſſe, wo eine andere Beſaamung des Landes nicht nur leichter zu bewerk⸗ ſtelligen ſey, ſondern man auch unter mehreren Fruͤch⸗ ten waͤhlen koͤnne.
In


