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Bemerkungen über die Vortheile und Nachtheile des mit der Bemergelung verbundenen Rapsaat-Baues : mit Bezug auf die dadurch bewirkte, Erhöhung des Ertrags, und Verminderung der Fruchtbarkeit des Bodens / vom Freyherrn von Voght, veranlaßt durch Herrn Martens Abhandlung über den Rapsbau und dessen Anwendbarkeit auf der Geest
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weun er den Boden wuͤrklich ſo ausſauge wie be⸗ hauptet werde, und

c. liefere der Boden an ſolchen Mitteln die zum Er⸗ ſatze der ihm, durch den Anbau von Fruͤchten, ent⸗ zogenen Kraft dienen koͤnnen, um ſo mehrere, je fet⸗ ter und fruchtbarer er ſey, woraus denn folge, daß man ihm verhaͤltnißmaͤßig auch ſo viel mehr zumu⸗ then duͤrfe.

7. Einen Ausfall im Stroh, folglich auch in der Viehfuͤtterung und dem Duͤnger, koͤnne der Rapsbau in keinem landwirthſchaftlichen Haushalte verurſachen, wenn man Behuf deſſelben nur keine der bisherigen Kornſaaten aufopfere, ſondern das Land dazu von der bisherigen Weide nehme. Obgleich dieſe dadurch vermindert werde, koͤnne dennoch faſt immer, vermoͤge zweckdienlicher Maaß⸗ regeln, die naͤmliche Anzahl Vieh beybehalten werden, in⸗ dem man z. B. die ſonſt den Sommer oder einen Theil deſſelben gegraͤſeten Pferde immer auf dem Stalle behalte, einen Theil des Rindviehes auf dem Stall fuͤttere u. ſ. w. Dann liege zwar das zum Rapsbau angewandte Land ein Jahr weniger zur Weide, und trage ein Jahr laͤnger Fruͤchte, das bisherige Verhaͤltniß des dem Ackerbau ge⸗ widmeten Landes zu dem der Viehnutzung beſtimmten werde alſo dadurch veraͤndert: allein keinesweges auf eine Weiſe, die nicht von Beſtand ſeyn koͤnne, wie das Beyſpiel anderer Laͤnder darthun, woſelbſt das alsdann eintretende Verhaͤltniß ſchon lange ohne alle Nachtheile Statt gefun⸗

den habe. Uebri⸗

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