Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
Entstehung
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Fuder Klee an Nahrhaftigkeit nicht gleich komme*)(Ich ſage Blaͤtter, bey den Koͤpfen koͤnnte es ſich anders verhal ten); allein man muß bedenken, daß man ſelten mit Klee, oder doch nicht zureichend zu der Zeit verſehen iſt, wo die Krautfuͤtterung angeht. Dabey wirft ein Hektar Klee nur 250 m. Ctr. gruͤnes Futter ab, wenn ein Hektar Kohl de⸗ ren 400 abwirft. Demnach verhaͤlt der Ertrag eines Kohl⸗ ackers ſich zu dem eines Kleeackers wie 60 zu 55. Daraus laͤßt ſich aber keineswegs folgern, daß erſter wirklich mehr Werth in einer Wirthſchaft habe, als lezter; denn es iſt ein großer Unterſchied zwiſchen einem Futter, das ich 4 Mo⸗ nate lang, und einem ſolchen, das ich nur 2 Monate lang benutzen kann, wozu noch koͤmmt, daß ich jenes Heuen, alſo noch 6 Monate weiter in trocknem Zuſtande aufbewah⸗ ren kann, ſtatt daß ich mit dem Verbrauche von dieſem, unter Gefahr des Verderbens, eilen muß.

Nach den Beobachtungen der Englaͤnder giebt der Kohl mehr und beſſere Milch und Butter als Ruͤben.Alle Paͤch⸗ ter, ſchreibt Voung, die ich daruͤber abhoͤrte, ſtimmen darin uͤberein, daß Kohl mit Stroh ein beſſeres Futter fuͤr die Milchkuͤhe ſey, als Heu, ſo reichlich man ihnen lezteres auch reichte. Was nicht wenig fuͤr die Trefflichkeit des

*) Welches auch ſchon daraus erſichtlich, daß der Kohl beym Trocknen 35, der Klee nur 73 pCt. verliert. Nur die altenburg' ſchen Damen, große Krautpflanzerinnen, wollen ſolches nicht einge ſtehen, und legen in ihrer muͤtterlichen Vorliebe dem Kraut den dop⸗ pelten Werth des Klees bey. Iſt wohl um die Haͤlfte uͤbertrieben! Nach dem braven Block gleichen 50 Pfund Kohlblaͤtter nur 2) Pfund gruͤnem Klee. Demnach kommen 9 Fuder von dieſem ꝛ0 Fuder von jenen gleich.