Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
Entstehung
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leicht Ruͤben oder Kartoffeln an, ſo lange ſie Kraut haben koͤnnen.

Daß in England viele Ochſen mit Kohl ausgemaͤſtet werden, iſt bekannt. H. Green beobachtet, daß er mit einem Mittelertrage von ½ Acre Kohl 2 Stuͤcke von 700 Pfd., die den Sommer uͤber auf der Weide geweſen waren, aus⸗ gemaͤſtet habe; macht 6 Stuͤck p. Hektar.

Nach Youngs Farner⸗Kalender verzehrt ein Ochſe von mittler Groͤße, wenn er gemaͤſtet wird, in 24 Stunden 81 Kilogr. Kohl, ein Ochſe, der ausgemaͤſtet 500 Kilogr. wiegt, 39 Kilogr., dabey aber noch 3 Kilogr. Heu= 18 Kilogr. Kohl. Leztere Ochſen wurden in 4 Monaten odllig fett. Demnach reichte ein Hektar Kohl ohne Heu zur Ausmaͤſtung 4 ſolcher Ochſen von 2000 Kilogr. hin. Junge Kuͤhe fraßen taͤglich 57 Kilogr. Kohl, nebſt Kilogr. Heu= 14 Ki⸗ logr. Kohl, und wurden in 3 Monaten fett. Ein Hektar Kohl reichte alſo ohne Heu zu, um 3 ſolche Kuͤhe zu maͤ ſten. Jaͤhrige Kaͤlber fraßen taͤglich 32 Kilogr. Kohl mit Stroh gemiſcht.

Herr Green haͤlt den Kohl fuͤr ein ganz vorzuͤgliches Futter fuͤr entwoͤhnte Kaͤlber.Von den Ruͤben, ſagt er, bekommen dieſe Thiere manchmal eine Krankheit, woran ſie gewoͤhnlich umkommen; aber in 6 Jahren, wo ich den Kohl zu ihrer Fuͤtterung verwendete, verlor ich von 40 Kaͤl⸗ bern nur eins. Es giebt gar keine Nahrung, wobey ſie beſ⸗ ſer gedeihen.

Nirgend aber iſt, nach dem Zeugniß aller Gegenden, dieſe Fuͤtterung beſſer angebracht, als bey dem Milchvieh. Man geſteht gerne ein, daß ein Fuder Krautblaͤtter einem