Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
Entstehung
Seite
694
Einzelbild herunterladen

692

§. 10. Ertrag und Werth.

Der Ertrag eines Krautackers iſt ſehr groß. Nach der Berechnung Burgers ſtehen, bey 2 Fuß ins[J, 25,000 Pflanzen auf dem Hektar. Von dieſer Zahl duͤrfte jedoch wegen Ruͤckſchlag mehrerer Pflanzen der zehnte Theil abge⸗ rechnet werden; bleiben 22,500. Ihr Gewicht im Durch⸗ ſchnitt 3 zu 2 Kilogrammes angenommen, giebt eine Maſſe von 460 metriſchen Ctr. Gruͤnfutter. Hiervon moͤgen 6 einem Centner Heu gleich ſeyn. Der Futterertrag eines Hektars Kraut waͤre alſo gleich 75 metr. Ctr. Heu. Thaer ſchlaͤgt den Ertrag des Krautes weit hoͤher an, und ſezt ihn p. Hektar 110 metr. Ctr. Wieſenheu gleich. Nun aber ſteht nach ihm ein Hektar Klee 47 ½ und ein Hektar Kartoffeln 73 metr. Heu gleich.

In den Fildern, ſo wie im Elſaß, wo man ſich hauptſaͤchlich der Koͤpfe wegen mit dem Kraut befaßt, fal⸗ len nur 10,000 Pflanzen auf den Hektar, wovon vielleicht 10 pCt. fuͤr die Flatterer abzuziehen, bleiben 9000 Koͤpfe, wovon in Wuͤrtemberg das Hundert bald mit 1, bald mit 5 fl. bezahlt wird, Medium 2 fl. 30 kr. Demnach thut die Einnahme 225 fl. Zu dieſem Preiſe aber wuͤrde man hier zu Lande allemal 122 metr. Ctr. Heu kaufen koͤnnen. Schlagen wir die Blaͤtter und Strunken ſammt Flatterer an Werth zum fuͤnften Theil der Koͤpfe an: ſo haben wir ei nen Totalertrag von 281 fl.*), oder den Geldwerth von

*) Ich beobachte hierbey, daß in meiner Beſchreibung der El⸗ ſaſſer Landwirthſchaft ſich ein grober Verſtoß eingefunden hat. Seite 541 iſt ein Acker Kohl(½ Hektar) zu 400 Franken angenommen;

: