Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
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zu verwenden. Verzoͤgert ſich die Aerndte und man hat Froſt zu fuͤrchten: ſo muß der Reſt voͤllig und auf einmal einge⸗ holt werden.

In England, wo man gelindere Winter hat, als bey uns, faͤngt die Krautaͤrndte und Abfuͤtterung erſt im No vember an und dauert bis Anfangs Maͤrz. Dann aber muß der Kohl vom Felde, um der Beſtellung zur Gerſte Raum zu geben. Bey uns iſt ein langes Aufbewahren des Kohls weit ſchwieriger, indem er im Freyen dem Froſte unterliegt, und in geſchloſſenem Raume dem Faulen unterworfen iſt. Am beſten thuͤrmt man ihn nach dem erſten Abtrocknen in einer etwas geſchuͤzten Lage im Freyen in kleinen Pyrami⸗ den auf, die Strunken, die am erſten vom Frpoſt leiden, nach innen gekehrt. Bey eintretender ſtarker Kaͤlte deckt man ſie mit Stroh, wenn der Schnee nicht allenfalls lezteres entbehrlich macht.

Auf jeden Fall laſſen ſich die Strunken laͤnger als die Koͤpfe aufbewahren.

Man ſaͤuert noch in einigen Gegenden den Kohl, nicht blos fuͤr Menſchen, ſondern auch fuͤr das Vieh ein. Zu lezterm Zwecke wird er groͤblich zerſchnitten, in Tonnen, oder waſſerdichte Gruben geworfen, ſchichtweis feſtgetreten oder geſtampft, mit etwas Salz, auch mit ein wenig Aſche unterſtreut, und ſtark beſchwert. Hat man nur Sorge, daß die Bruͤhe uͤber dem beſchwerten Deckel ſteht: ſo haͤlt ſich das Eingemachte, und ſchmeckt dem Vieh im Winter als Zugabe zu ſeinem Haͤckſel, oder als Ingredienz ſeiner Sie⸗ de, ungeachtet des wenig lieblichen Geruchs, ganz herrlich.