„ 689
zwey⸗, dreymal die Runde des Feldes, und es iſt nicht zu läugnen, daß dieſe Blaͤtter nicht einen bedeutenden Werth haben, der aber in einer kleinen Wirthſchaft, wo das Blatt ten von dem Geſinde geſchieht, weit mehr, als in einer großen, wo ſolches im Taglohn ausgefuͤhrt werden muß, in Betracht koͤmmt. Die Blaͤtter muͤſſen naͤmlich Ordnungs⸗ weiſe auf Strohſeile gelegt, mit dieſen zuſammengebunden und zu dem Rand des Feldes getragen werden, wo der Wa⸗ gen ihrer harret, und das giebt immer ein theures Futter.
Schlagen wir den daraus nothwendig entſtehenden Ruͤck⸗ ſchlag im Ertrage der Koͤpfe an, ſo duͤrfte ſich der groͤßere Wirth nur im Nothfalle zu dem Blatten entſchließen, und es entſtuͤnde die Frage, ob er in dem Falle nicht beſſer thun wuͤrde, den Kohl ſelbſt fuͤr jeden taͤglichen Bedarf wegzu⸗ raͤumen und zu verfuͤttern. Setzen wir, zum Beyſpiel, er haͤtte fruͤher mit dem Abblatten des ganzen Feldes ſein Vieh auf 4 Wochen laͤnger in der Gruͤnfuͤtterung hinaus bringen koͤnnen: ſo wuͤrde, im Falle er die Koͤpfe ſammt den Blaͤt⸗ tern wegnimmt, der vierte oder doch gewiß der dritte Theil des Feldes zu demſelben Zwecke zureichen. Während dem werden die uͤbrigen oder der Koͤpfe ungeſtoͤrt fortwach⸗ ſen, und durch das Nichtblatten vielleicht um ſo viel zu— nehmen, als durch die voreilige Einaͤrndtung und Verfuͤtte⸗ rung des ¼ oder G der Koͤpfe verloren worden. Dabey wird nicht gelaͤugnet werden koͤnnen, daß die Fuͤtterung des ganzen Kohls dem Vieh angenehmer und milchgebender, und die daraus hervorgehende Butter ſchmackhafter ſey, als die der abſterbenden Blaͤtter. Weiter hat dieſe Methode den Vortheil einer Erſparung an Arbeitslohn. Es duͤrfen nun⸗ mehr keine Blaͤtter mehr aus dem Felde herausgetragen wer⸗


