Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
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man 9500 bis 10,000 Pflanzen auf den Hektar. Zur Aus⸗ fuͤllung ſpaͤter entſtehender Luͤcken ſezt man hier und dort zwey Pflanzen nebeneinander, um im Nothfalle eine der⸗ ſelben zur Hand zu haben.

§. 7. Pflege.

Eine vollkommene Reinhaltung des Bodens von allem Unkraut thut dem Kohl Noth, und wahrſcheinlich eben ſo ſehr das Behaͤufen, wie bey allen Pflanzen, die eine Menge Wurzeln bilden, ſolche aber nicht nach der Ferne ausbrei⸗ ten. In dem Falle ſind außer dem Kohl auch Taback und Mais.

In den Fildern, wo die Pferdehacke nicht bekannt iſt, handhackt man zuerſe ſehr vollſtaͤndig und mit vieler Umſicht. Da der Handhacker, hier durchgehends Frauleute, bey der Arbeit voranſchreitet, daher das zum Theile feſt⸗ tritt, was er aufgelockert haͤt: ſo dreht er, oder vielmehr ſie, ſich von Zeit zu Zeit um, um die gemachten Fußſta⸗ pfen wieder auszugleichen. Umſicht beym Hacken iſt noͤthig, um die Pflanze nicht zu verruͤcken, welches der Kohl, im Gegenſatz von den Ruͤben nicht vertraͤgt. Dieſes erſte Be⸗ hacken hat 34 Wochen nach dem Pflanzen ſtatt.

Das zweyte Behacken, welches unmittelbar vor der Win⸗ tergetreidärndte vorgenommen wird, wird zugleich mit dem Anhaͤufen verbunden, und damit i*ſt die Pflege vollbracht.

Hat man den Kohl auf Daͤmme(Kaͤmme) gepflanzt, und iſt man mit einem guten Haäͤufelpflug verſehen: ſo be⸗ darf es nur des Handhackens auf den Daͤmmen, alſo auf den Reihen zwiſchen den Pflanzen. Darauf wird die herab⸗ fallende Erde nach einigen Tagen mit dem Haͤufelpflug

v. Schwerz Anleit. z. prakt. Ackerbau. II. Bd. 44