Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
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men) Dieſe boͤſe Eigenſchaft ſoll er ſelbſt in einem noch hoͤhern Grade als Kartoffeln und Ruͤben beſitzen. Am ſchlimm⸗ ſten zeigt er ſich aber am Acker, wenn man die Koͤpfe blos ausſchneidet, und die Strunken bis zum Fruͤhjahre ſtehen laͤßt, waͤhrend welcher Zeit ſie Sproſſen treiben, und, gleich dem Geitze der Tabackſtrunken, den Boden ſehr entkraͤften. Wer Gegenſtaͤnde der Art bauen will, muß fuͤr den Anfang viel entbehrlichen Dung haben, auch fuͤr die Folge, im Falle er das Kraut zum Verkaufe benuzt, wenn er ſeinen uͤbri⸗ gen Fruͤchten nicht Nachtheil bringen will. Die Englaͤnder zaͤhlen bey der Gerſte auf 8 Bushels, beynahe den vierten Theil des Ertrages, vom Acker Ruͤckſchlag; wobey in Be⸗ tracht koͤmmt, daß die Gerſte gerade die Frucht iſt, welche am beſten darnach gedeiht. Indeſſen moͤgte ſolches wohl daher ruͤhren, daß ſie das Kraut bis ſpaͤt in den Winter auf dem Felde laſſen.

Mit ſich ſelbſt iſt das Kraut ſehr vertraͤglich, und kann in Krautgaͤrten uͤber das andere Jahr, und auf dem Felde mit jedem dritten Jahre wieder kommen. Bey den ſoge⸗ nannten Kraut⸗- oder Kappis⸗Bauern hat lezteres auf paſ⸗ ſendem Boden gewoͤhnlich ſtatt.

Erz⸗Dreyfelderwirthe haben nicht leicht eine andere Wahl als das Kraut in das Brachfeld zu bringen, und man hat in den Fildern keinen andern Nachtheil an dem darauf

*) Und doch laͤßt man ihn nicht zum Saamen kommen, welches meine ſchon vor zwanzig Jahren geaͤußerte Meynung beſtaͤtiget, daß es nicht die Epoche des Saamenanſatzes ſey, und noch weniger die ſeiner Reife, wel⸗ che den Boden am meiſten entkraͤfte. Doch hiervon in kuͤnftigem dritten Bande bey Gelegenheit der Fruchtfolge!