Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
Entstehung
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68²2 Hornvieh, als den mildeſten, und nicht ſtark treibenden, zu dieſem Gebrauche vor. Hat man ein Stuͤck guten Gras⸗ boden dazu gewaͤhlt, ſo iſt das Duͤngen nicht noͤthig. Die Pflanzen gedeihen darauf ſehr gut, leiden nicht vom Un⸗ kraut, noch, wie man behauptet, von den Erdfloͤhen. Der Bauer hat aber gewoͤhnlich ſein beſtaͤndiges Krautfeld⸗ chen, auf welchem die Pflaͤnzlinge alle Jahre erzogen werden.

Das Saͤen hat ſtatt in der erſten Haͤlfte des Maͤrzes, ſelbſt in den lezten Tagen des Februars, in ſoferne es Wet⸗ ter und Umſtaͤnde zulaſſen. Der Saamen wird eingehaͤckelt oder eingeharkt und der Boden darauf feſtgetreten. Daß dieſer vorlaͤufig voͤllig verkruͤmelt und gemuͤrbt werden muß, iſt leicht denkbar.

Es iſt ſehr vortheilhaft, wenn man mit Ruß oder Gips verſehen iſt, ſolche uͤber das Beet zu ſtreuen und mit ſammt dem Saamen einzuharken. Auf naßkaltem Boden thut der Taubenmiſt gute Wirkung.

Man bedarf o,25 Kilogramme ½ Pfund) Saamen, um ſpaͤter damit einen Hektar bepflanzen zu koͤnnen. Da die Pflanzen aber nicht allemal gerathen, ſo thut man wohl 0,30 Kilogr. auszuſaͤen. Viel koͤmmt dabey auf eine gleiche Vertheilung des Saamens an, ſo wie darauf, daß die Pflanzen nicht zu duͤnne noch zu dicht ſtehen, wie ſolches alle Gaͤrtner wiſſen. Die, welche das Pflanzenlaͤndchen nach her noch benutzen wollen, koͤnnen ohne deren Nachtheil Moͤh⸗ ren mit ausſaͤen, die nach dem Wegſchaffen der Kohl⸗ pflanzen ſehr zunehmen und wohl gedeihen werden; wie ſol⸗ ches im Elſaß uͤblich iſt.

Bey trocknem Wetter, zumal bey ſcharfen Winden, iſt es von Nutzen, das Beet mit Stroh zu uͤberdecken, und zu