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An einigen Orten Deutſchlands koͤmmt auch das Rothkraut, rother Kappis, vor. 1
Als Viehfutter mag der amerikaniſche Kohl, deſſen Koͤ⸗ pfe oft 20— 30 Pfund ſchwer werden, unter einem dem Kraut guͤnſtigen Klima, wie in England, Lob verdienen; ſchwerlich aber wird er eben ſo gut unter unſerm deutſchen Himmel gedeihen. Es weiſt ſich ferner von ſelbſt aus, daß ſolchen Dickkoͤpfen ein groͤßerer Raum zugemeſſen werden muß, als den halb ſo dicken Gattungen, und dadurch moͤgte ſich der Unterſchied im Ertrage wieder ausgleichen. Dabey ſagt man, daß der große engliſche Kopfkohl, wovon man 2—5 Gattungen hat, nicht fuͤr Menſchen tauge.
§. 2. Saamenerzielung.
Zu Saamentraͤgern werden im Oktober die geſundeſten, feſtgeſchloſſenſten, weißeſten(und bey dem Filderkraut ſpi⸗ tzigſten) Koͤpfe, von mittler Groͤße, und mit kurzen Strun⸗ ken ausgewaͤhlt. Man legt ſie bis zum Eintritte des Froſtes an einen trocknen Ort; bringt ſie dann in den Keller, und ſtellt ſie aufrecht nebeneinander hin. Iſt der Keller feucht: ſo faulen ſie zwar zum Theile in ihrer aͤußern Umgebung. Das hat aber nichts zu ſagen, wenn nur das Herz von der Dicke eines Eies gut bleibt.
Sobald die ſtarken Froͤſte voruͤber ſind, werden die Saa⸗ mentraͤger in den Garten auf einen fetken oder vor Winter geduͤngten Platz ausgepflanzt; aber nicht in der Nachbar— ſchaft von andern Kohlarten, Raps, Ruͤben u. d. gl., um das Ausarten durch den Saamenſtaub zu vermeiden. Beym
Aufſchießen muͤſſen die Ranken durch Stecken aufrecht ge⸗
halten werden.


