Teil eines Werkes 
2 (1825) Anleitung zum practischen Ackerbau. 2
Entstehung
Seite
678
Einzelbild herunterladen

678

2 Bund Staängel. Sie beſſerten ſich bald im Fleiſche und wuchſen gut.

Die Pferde erhielten vom 15. November bis zum 15. Februar taͤglich 10 Liter Knollen, aber kein Laub. An⸗ fangs ließ ich Kleien und geſchrotenes Getreide darunter mengen. Sie verſchmaͤheten es aber, und fraßen die Knol⸗ len lieber allein mit Siede(Strohhaͤckſel?) vermiſcht. Zu⸗ lezt zogen ſie ſolches Futter dem Koͤrnerfutter vor. Sie blie⸗ ben geſund, beſſerten ſich im Fleiſche, und verrichteten gleich den andern Pferden alle Arbeit. Wohrſcheinlich erhielten die Pferde zugleich Heu; da der Verfaſſer unmittelbar dar auf ſagt, daß zwey Pferden auf einem andern Gute, ſtatt des Heues, Topinamburlaub gegeben worden waͤre.

Achter Abſchnitt. Kopf k oh.

Obgleich dieſes Gewaͤchſe weder unter die Knollen⸗ noch Wurzelgewaͤchſe gehoͤrt: ſo glaubte ich doch, da es das ein⸗ zige ſtaͤmmige in Großem angebaute Futtergewaͤchſe iſt und mehr oder weniger dieſelbe Behandlung wie jene fordert, die Beſchreibung ſeiner Cultur, der der Knollen⸗Gewaͤchſe an⸗ reihen zu muͤſſen, um nicht ein beſonderes Hauptſtuͤck fuͤr eine einzelne Pflanze machen zu duͤrfen.

§. 1. Wichtigkeit der Kraut⸗Cultur Spiel⸗ arten.

Es giebt eine Menge Kohlarten, in deren Beſchreibung

wir uns nicht einzulaſſen brauchen. Es genuͤgt zu wiſſen,

daß man, ſie in Kopfkohlarten und Blattkohlarten theilt.