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Vierter Kreis. Weichtiere.
Vierter Mreis.
Weichtiere(Nollusca.)
Dieſer Kreis, zu dem Auſtern, Schnecken, Tintenfiſche u. ſ. w. gehören, wird von ungegliederten Tieren ohne Skelett gebildet, deren Körper zwar der Anlage nach bilateral⸗ſymmetriſch(S. 16), bei den vollendeten Tieren jedoch teilweiſe in ſtarkem Grade umgebildet iſt, namentlich bei den in einem ſpiraligen Gehäuſe eingeſchloſſenen Schnecken, wo auch der Körper teilweiſe ſpiralig gewunden erſcheint. Die Hautbekleidung der Weichtiere iſt eine eigentümliche und ſehr
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Fig. 188. Schema zur Erklärung des Baues der Weichtiere. Links ein Muſcheltier, rechts eine Schnecke.(Querſchnitte.) In beiden: K Körper, F Fuß, S Schale, m Mantel, kk Kiemen.
charakteriſtiſche. An einer beſtimmten Körperſtelle bildet ſich ein größerer oder kleinerer Hautlappen(„Mantel“), welcher einen gewiſſen Raum, die„Mantelhöhle“, nach der Funktion auch„Atmungshöhle“ genannt, einſchließt. Dieſer Mantel ſondert bei den meiſten Weich⸗ tieren eine Kalkmaſſe ab, an der Außen⸗ oder der Innenſeite. Gewöhn⸗ lich iſt das erſtere der Fall und es entſteht dann eine„Schale“ (Fig. 188 links, 8). So iſt es u. a. bei den beſchalten Schnecken, z. B. der Weinbergsſchnecke und der Schnirkelſchnecke, auch bei den Muſcheltieren. In anderen Fällen bildet ſich die Schale an der Innen⸗ ſeite des Mantels(Tintenfiſche); ſie wird jedoch dann öfter durch eine Anhäufung von Kalkkörnern vertreten(mehrere gehäuſeloſe Acker⸗ und Wegſchnecken).— Bei den meiſten Weichtieren bildet der ſog.„Fuß“ (Fig. 188 rechts u. links, F) das Hauptbewegungsorgan. Es iſt dies ein aus einer ſtark entwickelten Muskelmaſſe beſtehender, mit Haut überdeckter Körperteil, der entweder zum Kriechen(Schnecken) oder zum Fortgraben im Sande, ſogar zum Springen(Muſcheltiere) dient und
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